Hiobsbotschaften: Halbe Million fehlt im Stadtsäckel

Balve - Fast eine halbe Million Euro fehlt im kommenden Jahr im Balver Stadtsäckel – und auch die Einwohner haben 2015 weniger im Portemonnaie: Die Kanal- und Wassergebühren sollen angehoben werden – unter anderem, weil die Balver offenbar sparsam mit Trinkwasser umgehen.

Dass er noch bis Montagmorgen guter Dinge gewesen sei und einen Jahresüberschuss von rund 12 000 Euro für den Haushalt errechnet hatte, berichtete Kämmerer Hans-Jürgen Karthaus während der Ratssitzung am Mittwoch. Doch aufgrund der aktuellen Steuerschätzung und dem damit verbundenen Rückgang des Gemeindeanteils an der Einkommenssteuer sowie einem erneuten Einbruch bei der Gewerbesteuer musste er seine Rechnung korrigieren – und einen voraussichtlichen Fehlbetrag in Höhe von 462 336 Euro anstelle des Überschusses eintragen.

Dennoch soll auch im kommenden Jahr in die Erhaltung städtischer Gebäude – 264 000 Euro sind dafür eingeplant – und die Infrastruktur investiert werden. Für rund 1,5 Millionen Euro soll unter anderem die Straße In der Hauschlade ausgebaut werden. Geplant ist auch die Erneuerung der Straße Am Hohlen Stein sowie der Eisborner Dorfmitte.

Die Kassenkredite belaufen sich nach den Worten des Kämmerers zum 1. Januar 2015 auf fünf Millionen Euro.

Eckdaten zu den Wirtschaftsplänen der Stadtwerke präsentierte Karthaus ebenfalls. Gebührenerhöhungen in den Bereichen Wasser und Kanal seien aufgrund weiterhin sinkender Verbrauchszahlen notwendig. So soll die Wasser-Verbrauchsgebühr von 1,86 auf 1,98 Euro pro Kubikmeter angehoben werden. Erhöht wird auch die jährliche Grundgebühr, die abhängig von der Größe der Zähler ist. Für normale Hausanschlüsse (QN 2,5) sollen ab 1. Januar 149,65 Euro (bisher 135,05 Euro) berechnet werden, für Anschlüsse in der Größe QN 6 werden 240,90 Euro (233,60 Euro) fällig und für QN-10-Anschlüsse 434,35 Euro (427,05 Euro).

Pro Kubikmeter Schmutzwasser müssen die Balver künftig 3,30 statt bisher 3,28 Euro zahlen. Die Gebühr für Niederschlagswasser soll von 71 auf 75 Cent pro Quadratmeter versiegelter, beziehungsweise bebauter Fläche ansteigen. - cwi

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