Hilfen, um „das Leben wieder lernen“

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Einst war im Haus an der Straße Sanssouci 3 eine Gaststätte zu finden. Ab Januar soll dort wieder Leben einziehen – mit psychisch erkrankten Menschen.

Balve -  „Es soll eine Tür ins normale Leben geöffnet werden“, stellte Jörg-Martin Ihde, Geschäftsführer der Kohlberghaus GmbH und der Ihde Betreutes Wohnen GmbH, das Konzept für die Nutzung des Hauses an der Straße Sanssouci 3 vor, die dort ab Januar vorgesehen sei.

Im Rahmen der Sitzung vom Ausschuss Schule, Kultur, Soziales und Sport wies er am Mittwoch darauf hin, dass dort demnächst zwölf chronisch seelisch kranke Menschen zwischen Mitte 30 und Mitte 50 untergebracht werden. Diese waren bisher vollzeitstationär im Kohlberghaus. Ihde betonte, dass eine ambulante einer stationären Unterbringung vorzuziehen sei.

Ziel sei es, diesen verhaltensauffälligen Frauen und Männern in einer engmaschigen Betreuung eine Tagesstruktur zu geben sowie die Integration in den Alltag zu ermöglichen. All dies soll in vielen kleinen Schritten erfolgen, „um das Leben wieder zu lernen“. Dazu gehöre einkaufen, kochen und waschen. Einige der Bewohner der ambulanten Wohngruppe, hinter der der Landschaftsverband stehe, sind bereits in einer Werkstatt in Iserlohn beschäftigt.

Vor den Toren Balves werden nun Wohnräume für die kranken Menschen eingerichtet. Dazu gehört auch die Umwandlung der ehemaligen Gaststätte in Sanssouci zur Tagestherapiestätte. Zur Lage dieser Wohngruppe meinte Ihde, dass ein Standort „außerhalb“ gut sei, denn die Bewohner bräuchten lange, um sich im alltäglichen Rhythmus zurecht zu finden. Die Unterbringung in Sanssouci sei als eine Art Eingliederungshilfe zu verstehen.

„Es sind aber liebe Vertreter, vor denen sich die Balver nicht fürchten müssen“, betonte Ihde vorsorglich. Ab dem nächsten Jahr würden die Erkrankten in kleinen Gruppen in die Hönnestadt kommen.

Zur Betreuung der Bewohner werden 12,45 Vollzeitstellen bereit gestellt. Kranken- und Altenpfleger, Ergotherapeuten, Heilpädagogen, sowie Hilfskräfte gehören zu dem Fachpersonal. Die Betreuung sei 24 Stunden gewährleistet, verriet Ihde abschließend.

Von Julius Kolossa

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