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Hilfe für die Ukraine: Konvoi aus dem MK auf dem Weg

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Von: Günter Cordes

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1000 Kartons mit Sachspenden der Balver wurden am Donnerstag und Freitag von den Schützen der St.-Sebastian-Bruderschaft in Lastwagen und Sprinter verladen. Der Konvoi ist seit Freitagnachmittag auf dem Weg Richtung Ukraine.
1000 Kartons mit Sachspenden der Balver wurden am Donnerstag und Freitag von den Schützen der St.-Sebastian-Bruderschaft in Lastwagen und Sprinter verladen. Der Konvoi ist seit Freitagnachmittag auf dem Weg Richtung Ukraine. © Cordes, Günter

Die Not der Menschen in der von Russland überfallenen Ukraine ist groß. Auch hierzulande wollen viele helfen, so gut sie es können - und das vor allem mit Spenden. Ein Spenden-Konvoi machte sich nun aus dem Märkischen Kreis auf den Weg in die Ukraine.

Balve - Die Sachspenden für die Opfer des russischen Angriffskriegs in der Ukraine, die die Balver am Wochenende im Rahmen der Hilfsaktion der St.-Sebastian-Schützenbruderschaft und der Malteser in riesiger Zahl an der Höhle abgegeben hatten, sind seit Freitagnachmittag auf dem Weg gen Osten. Zuvor hatten die ehrenamtlichen Helfer aber noch einmal alle Hände voll zu tun.

Denn insgesamt waren es 1000 prall gefüllte Kartons, die die Helfer am Donnerstag und Freitagvormittag auf die Lastwagen verladen mussten. Nachdem die Lkw beladen und auch alles Formelle erledigt war, setzte sich der Konvoi – bestehend aus drei Lastwagen und vier Sprintern – in Bewegung.

Christoph Rapp, der Vorsitzende der Bruderschaft, war anschließend sichtlich froh: „Wir waren wirklich die ganze Woche im Einsatz, um alle Kisten zu packen und den Transport zu organisieren. Das alles neben dem Job zu stemmen, war wirklich hart. Aber es hat sich gelohnt.“ Aus der Hönnestadt fährt der Konvoi nach Krakau in Polen. Dort werden die Hilfsgüter auf einen ukrainischen Konvoi umgeladen, der die Kartons aus Balve in die westukrainische Region Winnyzja bringt.

Auf der Rückfahrt nach Balve sollen Kriegsflüchtlinge mitgenommen werden. Wie viele es sein werden, ist offen. Für die Unterbringung der Flüchtlinge wird die Stadt sorgen. In Balve zurückerwartet wird der Konvoi – wenn alles nach Plan läuft – am Sonntagabend. Unter den Fahrern sind mit Stefan Grote, Lutz Errulat und Werner Tillmann drei Schützenbrüder.

Auch einige Firmen aus der Region unterstützen die Spendenaktion der Schützen und Malteser aktiv, indem sie Fahrzeuge und zum Teil auch Fahrer für den Transport stellen. Auch die Verpflegung der Fahrer sowie zum Teil die Spritkosten werden von Unternehmen übernommen.

Neben vielen Sach- und Geldspendenspenden aus der Bevölkerung gingen auch einige größere Geldspenden von Firmen aus Balve und Neuenrade ein. Allein ein Unternehmen, das namentlich nicht genannt werden möchte, gab 12 000 Euro. Was insgesamt nach dieser Aktion für die ukrainischen Kriegsopfer übrig bleibt, konnte Thomas Scholz, Geschäftsführer der Bruderschaft, am Freitag noch immer nicht sagen. „Wir müssen abwarten, welche Kosten wir am Ende haben. Unter anderem müssen wir ja einen Teil der Benzinkosten zahlen. Das kann die Bruderschaft nicht aus ihrer Kasse tragen“, so Scholz.

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