Hilfe bei der Berufswahl

Das mobile Berufsinformationszentrum soll den Schülern die anstehende Berufswahl erleichtern. In der vergangenen Woche hatten die Balver Haupt- und Realschüler die Möglichkeit, sich über mögliche Berufschancen zu informieren.  Foto: Kolossa

BALVE -  „Das BIZ-mobil ist kein Luxus im Schulzentrum, sondern eine Serviceleistung, die sich bezahlt macht“, betonte Ulrika Scholder, Schulleiterin der Hauptschule. So hatten auch dieses Jahr wieder die Haupt- und Realschüler ab den 8. Klassen vier Tage lang Gelegenheit, sich über das Thema Studien- und Berufswahl zu informieren.

„Jeder hat gute Karten, einen Ausbildungsplatz zu finden, denn Nachwuchskräfte werden knapp,“ sagte Berufsberater Helmut Unnasch. Er steht den Schülern zwar als Ansprechpartner zur Seite, um ihnen den Weg in die Zukunft zu ebnen, muss dabei jedoch stets realistisch sein: „Nicht jeder bringt die erwünschten Anforderungen für jeden Beruf mit.“

Deshalb rät der Berufsberater auch zur frühzeitigen Überlegungen, wie die berufliche Zukunft aussehen soll. „Zurzeit gibt es 160 duale Ausbildungsberufe und 140 Berufe, für die die Fachhochschulreife benötigt wird“, weiß er. Und damit hier niemand den Überblick verliert, kam die mobile Version des Berufsinformationszentrums in der vergangenen Woche in die Aula der Schule. Hier bekamen die Schüler erste oder vertiefende Einblicke in die Berufswelt.

Am Anfang stand für jeden Schüler ein „Interessen- und Stärken-Check“, nach dem entsprechende Berufsangebote gemacht wurden. „Danach empfiehlt sich ein Besuch beim Berufsberater“, so Unnasch. Fragen, das weiß der Experte, gibt es mehr als genug. Unnasch zeigte den Schülern auch mögliche Alternativen auf, wenn sich herausstellen sollte, dass die erste Wahl doch nicht die beste ist: „Nichts ist schlimmer als Unzufriedenheit über den erlernten Beruf schon zu Beginn der Lehrzeit.“

Nina Fröhling, Schulleiterin der Realschule, kann aufgrund ihrer erst kurzen Dienstzeit noch nicht auf Erfahrungen mit dem BIZ-mobil verweisen, sie sieht darin aber eine gute Möglichkeit, sich zu informieren. Ulrika Scholder, bei der Hauptschule seit 22 Jahren in der Schulleitungsfunktion, ergänzt: „Für unsere Region ist es die ideale Lösung. Auch Eltern konnten sich in dieser Woche zusammen mit ihren Kindern beraten lassen.“

Im Märkischen Kreis gibt es zurzeit 500 offene Ausbildungsstellen (93 mehr als 2012), denen 628 noch unversorgte Bewerber (162 mehr) gegenüber stehen. Unter den Top-10 befinden sich nach wie vor die Berufe Kauffrau im Einzelhandel und Mechaniker. „Der Trend setzt sich fort, dass Mädchen gewerblich-technische Berufe erlernen wollen“, so Unnasch. Er empfahl, zu Hause noch einmal den Interessen- und Stärken-Check zu machen, der unter www.berufe-universum.de angeboten wird.

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