Herbstlicher Unterricht für die ganze Familie

Kastanien, Sonnenblumen und Co. waren beliebte Motive zum Thema „Herbst“.

Balve - Spannend war es für die Mädchen und Jungen der Balver Grundschule, an einem Samstag unterrichtet zu werden – denn Eltern, Geschwister und Großeltern durfen dabei sein. Auf dem Stundenplan stand in allen Klassen das Thema „Herbst“.

Die Jüngsten bastelten kleine Drachen, während die Zweitklässler beim Bau des „kleinsten Waldes der Welt“ in einem Schuhkarton und in der „Igel-Werkstatt“ aktiv waren. Den Weg „vom Korn zum Brot“ hatten die Schüler der dritten Klasse dargestellt, und die Großen zeigten, was in der „Kartoffel-Werkstatt“ alles möglich ist.

„Auch die Omas und Opas machen mit“, freute sich Schulleiterin Birgit Heckmann über den Einsatz an diesem Samstag, an dem Groß und Klein zusammen arbeiten durften. So entstanden nach und nach aus ausgeschnittenen Einzelteilen kleine Mäuse, die auf ein Weizenfeld aufgeklebt wurden. Andere schufen diese Nager aus Ton, wieder andere bemühten sich mit Schere und Papier, darum einen kleinen Drachen auszuschneiden. Es war eine entspannte Atmosphäre in allen Klassenräumen. Hilfe lehnte der Nachwuchs auch schon einmal ab: „Ich schaffe das ganz alleine.“ Stolz machten sich die Kinder an die Arbeit, um schließlich das fertige Werk vorzustellen, und ein großes Lob von der Lehrerin und auch den Eltern zu kassieren.

In manchen Küchen wurde am Wochenende der „Katroffeldruck“ weiter vervollkomnet – eine Technik, die von den Schülern der vierten Klasse sehr gut beherrscht wurde. Sterne und andere Symbole in eine Kartoffel geschnitten, den so hergestellten Stempel in Wasserfarbe und dann auf ein Blatt drücken: So mancher Erwachsene bekam beim Zusehen schon Lust zum Mitmachen. Und da es genug Kartoffeln für alle gab, wurden in der Erwachsenenecke eigene Druckprodukte hergestellt.

Dieser Schultag war interessant, hatten doch auch die Eltern einmal wieder „große Pause“ zwischen den Schulstunden. In dieser Zeit konnten sie mit ihren Kindern die Cafeteria besuchen, und sich bei Kaffee, Kuchen und auch Brötchen stärken. Über die große Resonanz – jedes Kind brachte mindestens ein Familienmitglied mit – freute sich auch die Schulleiterin: „Unsere Grundschule soll sich Eltern und allen anderen Interessierten darstellen.“ Für die weitere Zukunft sieht Birgit Heckmann ihre Schule gut aufgestellt: „Wir kämpfen daher nicht mit allen Mitteln um neue Schüler.“

Von Julius Kolossa

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