Helmut Schröer zieht nach 50 Jahren als Hallenwart Schlussstrich

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Brudermeister Berthold König (links) verabschiedete Helmut Schröer.

Langenholthausen - Helmut Schröers 50 Jahre währenden Einsatz als Hallenwart der Langenholthausener Schützen brachte Vorsitzenden Berthold König während der Jahreshauptversammlung am Samstag auf den Punkt: „Eine Ära geht zu Ende.“ Er würdigte vor 104 Schützenbrüdern eine Tätigkeit, die Schröer nicht nur ausgeübt, sondern „im wahrsten Sinne des Wortes auch gelebt“, habe.

Der Vorsitzende nahm sich Zeit, auf die unterschiedlichen Aspekte des Wirkens seines langjährigen Vorstandskollegen einzugehen. Waren es in den 60er- und 70er-Jahren noch wenige Anlässe, die einen Einsatz des Hallenwartes erforderlich machten, wurde der zeitliche Aufwand im Laufe der Zeit immer mehr. Stets musste die Halle in Ordnung, sauber, einsatzfähig und in Betrieb gehalten werden – und dies mit Mietern, deren Verhalten auch manchmal zum Ärgern war. Dazu kamen, wie Berthold König ausführte, „die vielen, unzähligen Handgriffe, die niemand sieht und von denen die meisten auch keine Vorstellung haben.“

Aber neben dem Vermietungsgeschäft konnten sich die Schützen auch in anderer Hinsicht auf Helmut Schröer verlassen. 30 Jahre lang war er Schriftführer und das einzige Vorstandsmitglied, das bei sämtlichen Bauvorhaben nach der Fertigstellung der Schützenhalle im Jahr 1938 mitgearbeitet hat. Denn mit den diversen Anbauten ging es Ende der 60er-Jahre los. Zum Schluss seiner Lobrede sagte König: „Ein Amt so lange in unterschiedlichsten persönlichen Situationen über alle verschiedenen Lebensabschnitte hinweg mit immer wieder wechselnden Vorstandskollegen und deren unterschiedlichen Charakteren zuverlässig ausgeübt zu haben, ist die eigentliche, die überragende und die einzigartige Leistung zum Wohle dieser Bruderschaft gewesen.“ Als Abschiedsgeschenk überreichte der Vorsitzende dem mit stehendem Beifall gewürdigten Schützen, der vor sechs Jahren als verdienter Bürger des Dorfes ausgezeichnet wurde, ein Buch mit Fotos aus den vergangenen Jahren. Außerdem wurde er zum Ehrenmitglied ernannt.

Hallenteam soll gebildet werden

Weil sich kein Nachfolger als Hallenwart aus den Reihen der Schützen fand, entschied der Vorstand, diese Position auf ein noch zu bildendes Hallenteam zu verteilen. Einstimmig fielen die Wahlen aus: Klaus Vorsmann bleibt 2. Vorsitzender, Dominik Cordes Hauptmann, Andrè Schröer Schriftführer, Klaus Westphal Schießmeister, Klemens Schäfer 2. Kassenwart, Berthold Knecht erster Offizier, Antonius König 3. Offizier, Markus Buchgeister 1. Fahnenoffizier. Fahnenoffiziere bleiben Dominik Neitzert, Stefan Levermann, Julian Grote und Thomas Röken. Nach anderthalbjähriger Auszeit ist Franz Schröer wieder als Beisitzer dabei.

Mit dem vom Sauerländer Schützenbund (SSB) verliehenen Orden für besondere Verdienste nach zwölf Jahren im Vorstand wurden Klemens Schäfer, Klaus Westphal und Tobias Schwabl ausgezeichnet. Den SSB-Orden für Verdienste (sechs Jahre Vorstandstätigkeit) bekamen Andrè Schröer und Jan Schwartpaul. Für 60-jährige Mitgliedschaft wurden Herbert Hötger und Günter Kemper, für 50-jährige Vereinstreue Egbert Ahlemeyer, Heinrich Droste, Konrad Habbel, Bernhard Hering, Friedrich Lazer, Engelbert Lazer, Franz Sauer, Klaus-Dieter Schäfers, Josef Webers und Karl Klüppel geehrt. Die Auszeichnung für 40-jährige Mitgliedschaft erhielten Karl-Heinz Grote, Martin Knecht, Hans-Georg Levermann, Andreas Schäfer, Antonius Schröer, Reinhold Schwartpaul und Klaus Zöllner, während Bernd Ahlemeyer, Engelbert Falke, Hermann Hering, Martin Oberste, Martin Obertrifter, Burkhard Waltermann und Mark Wortmann für 25-jährige Zugehörigkeit geehrt wurden.

Mehr Personal beim Schützenfest

 Die Schützen besuchen in diesem Jahr das Schützenfest in Mellen (6. August), das Jubelschützenfest in Eisborn (3. September) und das Kreisschützenfest in Hüsten (23. bis 24. September). Das eigene Schützenfest feiern sie vom 10. bis 12. Juni – mit einer Änderung: Aufgrund der vom Kreis angeordneten Straßensperrungen bei Umzügen wird das Schützenkönigspaar am Montag ab diesem Jahr am Feuerwehrgeräthaus abgeholt. Und wegen der gestiegenen Besucherzahlen am Samstag wird sich der Vorstand bemühen, einen noch besser zugänglichen Bierwagen mit zusätzlichem Personal einzusetzen. Beim Vogelschießen sollen die Zuschauer nicht mehr mit Flaschenbier, sondern mit Bier vom Fass versorgt werden.

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