Auf heimische Wildblumen setzen: Vortrag zum Thema Insektensterben von Hönnetal im Wandel

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Eine Honigverkostung half beim Überbrücken der Zeit, bis der große Andrang bewältigt war und alle einen Platz hatten.

Balve - Über ein volles Haus konnte sich am Dienstag der Verein Hönnetal im Wandel freuen, der zu einem Vortrag zum Thema Insektensterben eingeladen hatte.

„Wir wären mit 30 Teilnehmern schon hochzufrieden gewesen – mit einer so großen Resonanz haben wir nicht gerechnet“, freut sich Otmar Hermanns über die 80 Teilnehmer, die ihren Weg in das Dachcafé im Gesundheitscampus gefunden hatten.

Es wurde eng im Dachcafé, wo zusätzliche Stühle aufgestellt werden mussten. Im Eingang wurde derweil die Wartezeit mit einer spontan von Imker Wilfried Gerken angebotenen Honigverkostung überbrückt. Von Akazie, Heide, Raps und Waldblüten konnte genascht werden.

Und während der Honig auf der Zunge verging, gab der Bienenexperte einen Überblick darüber, wie er sich ideale Bedingungen für Insekten vorstellt: „Feldränder sollten sehr spät gemäht werden, der Garten nicht zu sauber aufgeräumt sein.“ Wem ein solcher Garten zu durcheinander ist, dem ruft Gerken gerne ins Gedächtnis: „Es kann wild aussehen, denn die Natur ist wild.“

Auf die Verkostung folgte der Film „Warum die Insekten sterben“. Die Besucher lernten die lebenswichtigen Aufgaben der Insekten kennen.

Mit Clarissa Schröder vom Hortus-Netzwerk, und Heinrich Stüeken, Naturschutzwart für Balve, folgte eine Diskussion, wie mit einfachen Mitteln auch in Balve der Natur wieder auf die Beine geholfen werden kann. So wurden zum Beispiel direkt vor Ort Wildblumensamen gegen eine Spende ausgegeben. Der Vorteil gegenüber Baumärkten oder Discountern sei, dass diese Samen von heimischen Wildblumen seien. Der Anbieter stelle die Mischungen sogar nach der angegebenen Postleitzahl zusammen, wie die Vorsitzende von Hönnetal im Wandel, Sabine Biehs-Romann versprach. Mischungen mit nicht-heimischen Pflanzen seien zu exotisch und daher auch kurzlebig.

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