Entscheidung fällt schon nach 47 Minuten

Heiko Wortmann regiert die Schützen in Volkringhausen

Schützenkönigspaar Volkringhausen

[Update 16.49 Uhr] Volkringhausen - Nach 47 Minuten und dem 117. Schuss feierten die Volkringhausener am Montag ihren neuen Schützenkönig: Heiko Wortmann, 45 Jahre alt, der mit seiner Frau Anke in Garbeck wohnt, schoss den Vogel ab. Damit bleibt – auch wenn sich die Garbecker Musiker von diesem Schützenfest verabschiedet haben – doch noch etwas aus Garbeck zurück.

Der Ex-Volkringhausener ließ sich nach den Ehrenschüssen nicht lange bitten, und wechselte sich mit Rainer Krause, dem Alt-König aus dem Jahr 2004, am Gewehr ab. Zielsicherer war Heiko Wortmann, der mit dem 37. Schuss den rechten, mit dem 108. Schuss den linken Flügel abschoss.

Die Insignien fielen bereits nach den Ehrenschüssen: Präses Pastor Wilhelm Grothe traf mit dem zweiten Schuss die Krone und holte sich damit den Titel des Vizekönigs. Bürgermeister Hubertus Mühling holte danach das Zepter aus dem Kugelfang. Robin Schulz, einer der beiden Schießmeister, trat nach den Ehrenschützen ans Gewehr und schoss mit dem elften Schuss den Apfel ab.

Schützenfest in Volkringhausen

Die Tristesse aus dem wolkenverhangenen, kontinuierlich regnerischen Himmel ging nicht auf die Besucher auf der Vogelwiese über. Diese hatten vielmehr ihren Spaß daran, wie sich Rainer Krause und Heiko Wortmann, der in Volkringhausen unter dem Namen „Willi“ bekannt ist, ein spannendes Duell lieferten.

„80 bis 100 Schuss müsste der Vogel aushalten“, schätzte Vogelbauer Jan Steinschulte die Haltbarkeit des Aars. Mit 117 Schuss lag diese noch durchaus im Rahmen. Erste Gratulanten waren die Eltern des neuen Königs Alois und Mechthild Wortmann. Sie stießen auf einen weiteren Regenten in ihrer Familie an, denn bereits 1979 trug Alois Wortmann die Königskette. Seine Königin war Elisabeth Bauerdick.

„Es war ein Vogelschießen, und kein Vogelgucken“, freute sich Brudermeister Stephan Neuhaus während der Proklamation über den Verlauf. Sichtlich gelöst hatte er das Schießen verfolgt, nachdem sich schnell heraus gestellt hatte, dass es dieses Mal keine lange Schießpause mangels Königskandidaten geben würde. So waren alle schnell wieder in der trockenen Halle, wo sie dem Wunsch des Königspaares gerne nachkamen: „Lasst uns feiern.“

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