Hauspaten für Flüchtlinge gesucht

+
Die Paten Anette Meller und Engelbert Falke hoffen auf Unterstützung aus der Bevölkerung.

Balve - 26 Haus- und Familienpaten gibt es zurzeit für die 262 Flüchtlinge in Balve. Zu wenige, um diese Menschen an den Alltag in Balve zu gewöhnen, meinen die Verantwortlichen der Stadt Balve.

Zumal jetzt wöchentlich weitere dazu kämen. Deshalb startet die Stadt Balve zusammen mit dem Bündnis für Flüchtlinge jetzt einen Aufruf an alle Bürger aus dem gesamten Stadtgebiet, mit der Bitte, Pate zu werden.

Diese sind, wie Bürgermeister Hubertus Mühling mit den Bündnis-Sprechern Birgit Schäfer und Engelbert Falke sowie der Patin Anette Meller und Reinhold Klose vom Sozialamt am Donnerstag betonten, wesentlicher Bestandteil der Integrationsarbeit. Sie helfen den Flüchtlingen beim Vertiefen der Deutschkenntnisse oder bei der Kommunikation mit Behörden oder auch Ärzten.

Anette Meller weiß aus Erfahrung im Umgang mit den Bewohnern der Stockmeier-Unterkunft zu berichten: „Diese Arbeit hilft Vorurteile abzubauen.“ Seit mehr als einem Jahr ist sie dort ehrenamtlich aktiv – wie alle Haus- und Familienpaten im Stadtgebiet – und hat dabei den Flüchtlingen Werte aus dem deutschen Kulturkreis vermittelt, aber auch deren Kultur und Küche kennen gelernt. Diese Begegnungen will sie nicht mehr missen.

„Viel zuhören und auch einfach nur da sein“, sieht der Bürgermeister zwei wesentliche Aufgaben auf dem Weg dahin, die Flüchtlinge zur Selbstständigkeit anzuleiten. Er betonte, dass das Leben in Balve anders sei als das in den Großstädten.

Und Anette Meller fügte hinzu: „Keiner muss Angst vor dem Umgang mit diesen Menschen haben.“

Interessierte Balver aus allen Ortsteilen sind gefragt – mitbringen sollten sie Zeit und Spaß an dieser Arbeit. Informationen gibt es bei Birgit Schäfer, Tel. 0 23 75 / 36 89, und auf der Internetseite der Stadt Balve: Bündnis für Flüchtlinge.

Außerdem sind alle Interessierten eingeladen, am Planungstreffen für 2017 im Sitzungssaal des Rathauses am Donnerstag, 5. Januar, ab 19 Uhr teilzunehmen. „Unverbindlich“, erklären Birgit Schäfer und Engelbert Falke. „Hier kann sich jeder einen Einblick von der Arbeit der Hauspaten machen, und mitmachen, wenn er sich angesprochen fühlt.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare