Bei Terminproblemen

Hausärzte bieten Tauschbörse für Corona-Impftermine an

Immer mehr Menschen, die bereits eine Impfung gegen Covid-19 erhalten haben, wollen aus verschiedenen Gründen ihren zweiten Impftermin verlegen. Grundsätzlich ist das problematisch. Balver Hausärzte bieten aber jetzt diese Möglichkeit.

Balve ‒ „Die Verschiebung eines zweiten Impftermins ist generell nicht möglich, da der Impfstoff nicht in einzelnen Spritzen geliefert wird, sondern in Gebinden mit sieben bis zwölf Impfdosen“, erklärt Dr. Gregor Schmitz. Diese Dosen müssten innerhalb von sechs Stunden nach Anbruch verimpft werden. Deshalb werde immer eine größere Anzahl von Impfkandidaten gleichzeitig in die Praxis bestellt. Schmitz: „Nur eine einzige Impfung an einem Tag würde zur Vernichtung von bis zu elf weiteren Impfdosen führen.“ [News zum Coronavirus]

Corona-Schutzimpfung
vergübare ImpfstoffeBiontech, Moderna, Astrazeneca, Johnson&Johnson
ImpfstoffartmRna-Impfstoffe, Vektorimpfstoffe

Wann der Impfstoff in welcher Menge an die Praxen geliefert wird, erfahren die Ärzte auch erst wenige Tage vor der Lieferung. Um dennoch eine Flexibilisierung des zweiten Impftermins zu ermöglichen, haben die beiden Balver Hausarztpraxen Dr. Gregor Schmitz/Dr. Rita Rüth und Dr. Paul Stüeken jetzt für ihre Internetseiten eine Termintauschplattform programmieren lassen. Diese sei ab Montag erreichbar, teilte Schmitz mit.

Patienten aus den beiden Balver Hausarztpraxen können auf der Tauschplattform ihren Impftermin und einen Wunschtermin eintragen. Sobald ein Tauschpartner in einer der beiden Praxen gefunden ist, werden die vereinbarten Termine entsprechend angepasst. „Dies wird auch praxisübergreifend durchgeführt“, erklärte Schmitz. Wenn kein Tauschpartner gefunden wird, was insbesondere beim Biontech-Impfstoff schwierig sein könnte, könne der Termin nicht getauscht werden.

Eine Verschiebung des Impftermins auf einen späteren Zeitpunkt ist grundsätzlich oft möglich. „Eine Verkürzung der Impfabstände ist dagegen medizinisch nicht sinnvoll“, betonte Schmitz. Die zweite Biontech-Impfung solle nach vier bis sechs Wochen, die Impfung mit Astrazeneca nach neun bis zwölf Wochen erfolgen. Aber auch eine spätere zweite Impfung sei noch möglich. „Denn jede Impfung zählt“, betonte Schmitz.

Die Corona-Inzidenz ist im MK inzwischen unter die 100er-Marke gesunken - für die Händler heißt das: Sie dürfen öffnen. Mit weiter sinkenden Inzidenzen eröffnen sich auch neue Perspektiven.

Rubriklistenbild: © Volker Griese

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare