Verzögerungen im Haus Mines

Kein neuer Termin für Fertigstellung des Vereins- und Begegnungszentrums

Sanierungsarbeiten im Haus Mines in Balve.
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Die Trockenbauer bringen unter anderem Lochplatten im Obergeschoss an. Diese sollen für eine bessere Akustik sorgen.

„Im nächsten Jahr kann dieses Haus seiner neuen Bestimmung übergeben werden“, sagt Michael Bathe. Der Allgemeine Vertreter des Bürgermeister spricht über das Haus Mines am Drostenplatz, in dem weiterhin die umfangreichen Sanierungs- und Umbauarbeiten laufen. Sind diese abgeschlossen, soll das denkmalgeschützte Gebäude das Standesamt beherbergen und zu einem Vereins- und Begegnungszentrum werden.

Balve - Ursprünglich hatte die Stadt als Ziel ausgegeben, die Arbeiten spätestens bis zum zweiten Adventswochenende, 5./6. Dezember, abschließen zu wollen. Dann hätte der Weihnachtsmarkt in der Hönnestadt stattfinden sollen. Dieser ist coronabedingt längst abgesagt. Und nun sorgt die Pandemie auch für Verzögerungen auf der Baustelle, so dass sich die Fertigstellung bis ins Jahr 2021 hinein verschiebt. Einen konkreten Einweihungstermin nennt die Stadt noch nicht.

Eigentlich sollten die seit November laufenden Arbeiten am Drostenplatz 3 beim Stadtfest im September im Rahmen einer offenen Tür vorgestellt werden, aber auch dieses Vorhaben verhinderte Corona. So bleiben den Balvern momentan nur kurze Einblicke in das Innere des Hauses, die ihnen durch die geöffnete Eingangstür und die Seitenfenster gewährt werden.

Die Redaktion bekam jetzt die Möglichkeit den Baufortschritt aus der Nähe zu sehen. Der Fliesenleger ist in der Küche und den sanitären Anlagen tätig, die Trockenbauer im Obergeschoss bringen Lochplatten für die bessere Akustik an, wobei sie Platz für die Beleuchtung lassen. Und auch die Wände werden im gesamten Ober- und Untergeschoss verkleidet.

Kernsanierung läuft seit zehn Monaten

Erhalten bleibt dabei das Fachwerk, das aufgearbeitet werden soll. So soll es auch an der Außenfassade sein, wo ein Fachmann die Eichenbalken neu abstützt. „Die Zwischendecke ist zum Teil aufgebrochen worden, so dass eine Galerie entstehen wird, von der sich der komplette Innenraum erschließt“, erklärt Michael Bathe. Zu sehen ist bei diesem Ortstermin von diesem besonderen Ambiente noch nichts, denn wegen Deckenarbeiten ist die Galerie momentan mit Holzbohlen abgedeckt worden.

Die Fassade des denkmalgeschützten Fachwerkhauses wird aufwändig wieder hergestellt.

Seit rund zehn Monaten läuft die Kernsanierung dieser unter Denkmalschutz stehenden Immobilie (120 Quadratmeter Grundfläche). 440.000 Euro stehen dafür im Haushalt der Stadt Balve, die außerdem mit einem Zuschuss aus dem „Förderprogramm für kleine Städte und Gemeinden“ rechnen kann. Die Planungen für den Umbau wurden mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe als Denkmalschutzbehörde abgestimmt. Während dieser Modernisierung soll so viel wie möglich von der Substanz erhalten beziehungsweise wiederhergestellt werden.

Großer Trausaal im Erdgeschoss

Die Baustelle lässt nur erahnen, was von Michael Bathe als „besonderes Ambiente“ beschrieben wird: mit dem 60 Quadratmeter großen Trausaal im Erdgeschoss will die Stadt punkten. Damit will Balve einen eigenen Ort für Hochzeiten anbieten, und damit den Alten Pferdestall an der Hönnetalstraße, bislang beliebtester Trauort in Balve, überflüssig machen. Doch nicht nur Eheschließungen sollen hier ermöglicht werden, sondern auch Lesungen oder Versammlungen von Vereinen ohne Vereinsheim, denn dieser Raum wird multifunktional angelegt.

Im Obergeschoss entstehen eine Empore und darüber hinaus zwei Büros. Eines dieser Büros wird der Arbeitsplatz für den Standesbeamten, der andere Raum kann als Besprechungszimmer genutzt werden.

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