Rat entscheidet über Vorschlag

Haus Mines: Ein neuer Name soll her

Im sanierten Haus Mines am Drostenplatz ist seit Februar unter anderem das Standesamt der Stadt Balve untergebracht. Geht es nach der CDU, soll das Gebäude künftig „Bürgerhaus am Platze“ heißen.
+
Im sanierten Haus Mines am Drostenplatz ist seit Februar unter anderem das Standesamt der Stadt Balve untergebracht. Geht es nach der CDU, soll das Gebäude künftig „Bürgerhaus am Platze“ heißen.

Die CDU Balve setzt sich dafür ein, der neuen städtischen Immobilie „Drostenplatz 3“, das sanierte Haus Mines, in dem sich nun unter anderem das Standesamt befindet, den Namen „Bürgerhaus am Platze“ zu geben.

Zur Abstimmung gestellt wird dieser Antrag der Christdemokraten während der Ratssitzung am Mittwoch, 5. Mai, ab 17 Uhr in der Volkringhausener Schützenhalle.

„Es gibt kein Haus Mines mehr“, sagte Matthias Streiter, Ortsvorsteher in Balve und zugleich stellvertretender CDU-Stadtverbandsvorsitzender, auf Anfrage der Redaktion. „Es gibt keinen familiären Bezug mehr dazu“, so Streiter. Deshalb solle das Haus einen Namen bekommen, mit dem auch außerhalb von Balve bekannt werden soll.

Bürger reichten 30 Namensvorschläge ein

Die Christdemokraten beteiligten von Ende Februar bis Ende März die Bürger an der Namenssuche. Etwa 30 Beiträge seien eingegangen, von denen „Bürgerhaus am Platze“ letztlich passend erschien. „Wir haben auch im Stadtarchiv mit Bezug auf die Stadtgeschichte recherchiert“, sagte Streiter. In dem Buch „Balve, Buch vom Werden und Sein der Stadt, 1930“ habe die CDU, die im Stadtrat über die absolute Mehrheit verfügt, Hinweise auf ein ehemaliges Adelshaus „auf dem Platze“ gefunden. Auch Zeitzeugengespräche hätten zu dem Ergebnis beigetragen, sodass „Bürgerhaus am Platze“ dem historischen Wert des Hauses, aber auch der jetzigen Nutzung als Standesamt, Vereins- und Versammlungsstätte und Begegnungszentrum entsprechen würde. „Plattdeutsch versteht nicht jeder“, legt die CDU Wert auf eine eindeutige Bezeichnung.

Haus Mines wurde 1830 gebaut, und 1984 in die Denkmalliste der Stadt Balve eingetragen. Es wurde bewohnt von den Familien Betten und Mines, stand aber zuletzt mehr als zehn Jahre leer. Durch seine direkte Nähe zum Drostenhaus und -platz liegt es jedoch in einer Lage, die die Immobilie auch für stadteigene Zwecke attraktiv macht. Deshalb sicherte sich die Stadt Balve die Immobilie. Gerne hätte die Stadt auch das Drostenhaus und den Markant-Markt gekauft; hierzu lag 2018 auch die Zustimmung vom Rat der Stadt vor. Doch diese Überlegungen scheiterten letztendlich an den Preisvorstellungen des Eigentümers.

Der Markant-Markt gehört der Metzgerei Jedowski, das Drostenhaus kaufte im vergangenen Jahr Matthias Caminady. Haus Mines wurde von Makler Schäfer verkauft – über den Preis, den die Stadt zahlte, wurden keine Angaben gemacht. Die von September 2019 bis Februar 2021 dauernde Kernsanierung der unter Denkmalschutz stehenden Immobilie kostete etwa 550 000 Euro. 70 Prozent der Sanierungskosten wurden über die Städtebauförderung des Landes getragen. Die verbleibenden 30 Prozent waren der städtische Eigenanteil.

Im Februar wurden nach mehr als einem Jahr Bauzeit die letzten Arbeiten abgeschlossen, sodass am 13. Februar die erste Hochzeit dort stattfand. Sobald es die Pandemielage wieder zulässt, soll das Gebäude auch für Veranstaltungen wie Lesungen und Aktivitäten von Vereinen genutzt werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare