Für 440.000 Euro

Haus Mines wird zum Standesamt umgebaut: So sieht es auf der Baustelle aus

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Ab Dezember sollen hier Trauungen stattfinden und Vereine ihre Veranstaltungen durchführen können. Noch aber ist Haus Mines am Drostenplatz eine große Baustelle.

Balve – „Unser neues Standesamt mit Vereins- und Begegnungszentrum nimmt Gestalt an“, sagte Michael Bathe, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, bei einem Rundgang durch das Haus Mines.

Allerdings ist das Haus am Drostenplatz noch eine große Baustelle. „Die Zwischendecke ist zum Teil aufgebrochen worden, sodass eine Galerie entstehen wird, von der sich der komplette Innenraum erschließt“, berichtete Bathe. Bis zum Weihnachtsmarkt am zweiten Adventswochenende (5./6. Dezember) soll das Gebäude, das die Stadt im vergangenen Jahr gekauft hat, seiner neuen Bestimmung übergeben werden. 

Doch erst einmal muss die Grundlage dafür geschaffen werden. Seit Ende November läuft die Kernsanierung dieser unter Denkmalschutz stehenden Immobilie (Grundfläche 120 Quadratmeter). 440 000 Euro stehen dafür im Haushalt der Stadt, die außerdem mit einem Zuschuss aus dem „Förderprogramm für kleine Städte und Gemeinden“ rechnen kann. Die Planungen für den Umbau wurden mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe als Denkmalschutzbehörde abgestimmt. 

Neues Dach ist bereits drauf

Der Dachdecker Beckmann hat bereits einen großen Teil seiner Arbeiten erledigt, sodass inzwischen drinnen die Mitarbeiter des Bauunternehmers Dunker einen wetterfesten Arbeitsplatz erhalten haben. Sie gehen tief ins Erdreich, holen den alten Bodenbelag und auch die Rohrleitungen heraus. Dabei soll so viel wie möglich von der Substanz erhalten beziehungsweise anschließend wieder hergestellt werden – und dies trotz der Feuchtigkeitsschäden an manchen Stellen des Hauses und den Schäden am Fachwerk. 

Das neue Dach ist bereits drauf, sodass im Trockenen gearbeitet werden kann.

Die Baustelle lässt zurzeit nur erahnen, was von Michael Bathe als „anderes Ambiente“ beschrieben wird, mit dem die Stadt besonders im 60 Quadratmeter großen Trausaal als Herzstück punkten möchte. Doch nicht nur Eheschließungen sollen nach Abschluss der Bauarbeiten in knapp elf Monaten hier ermöglicht werden, sondern auch Lesungen oder Versammlungen von Vereinen ohne Vereinsheim sollen in diesem multifunktionalen Raum möglich sein. 

Empore mit zwei Büros

Im Obergeschoss entstehen eine Empore und zwei Büros; eines davon ist künftig der Arbeitsplatz für den Standesbeamten. Das andere Büro kann als Besprechungszimmer genutzt werden. „Die gesamte Baumaßnahme befindet sich im Zeitrahmen“, so Bathe. Einen Tag der offenen Baustelle soll beim Stadtfest am zweiten Wochenende im September (12./13. September) erste Einblicke geben. 

Von der alten Bausubstanz und dem Fachwerk soll möglichst viel erhalten werden.

Gerne hätte die Stadt mit dem Drostenhaus und dem Markant-Markt auch weitere Immobilien in diesem Bereich gekauft, nachdem der Rat 2018 seine Zustimmung gegeben hatte. Doch dieses Vorhaben scheiterte an den Preisvorstellungen des Eigentümers. Der Markant gehört der Metzgerei Jedowski, das Drostenhaus kaufte im vergangenen Jahr Matthias Camminady. Haus Mines wurde von Makler Schäfer verkauft – über den Preis, den die Stadt zahlte, wurden keine Angaben gemacht.

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