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Hauptschulkomplex: Umbau zu Flüchtlingsunterkunft läuft

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Von: Julius Kolossa

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Trennwände werden eingezogen und die erforderliche Technik installiert: Der Sonderklassentrakt des ehemaligen Hauptschulgebäudes wird zur Flüchtlingsunterkunft.
Trennwände werden eingezogen und die erforderliche Technik installiert: Der Sonderklassentrakt des ehemaligen Hauptschulgebäudes wird zur Flüchtlingsunterkunft. © Kolossa, Julius

Die Umbauarbeiten im ehemaligen Hauptschulgebäude am Krumpaul haben begonnen. Die Stadt lässt den Sonderklassentrakt durch Fachfirmen in eine Unterkunft für Flüchtlinge umwandeln, weil die Kapazitäten der vorhandenen städtischen Unterkünfte erschöpft sind.

Wo bislang im Erdgeschoss die Küche und im Obergeschoss die Klassenräume und die Räume für die naturwissenschaftliche Fächer waren, wird gearbeitet an einem neuen Nutzungskonzept: Ab Ende August oder Anfang September sollen hier bis zu 50 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine einziehen.

Die Handwerker sind aktuell dabei, die bereits ausgeräumten Bereiche wohnlich zu gestalten. Dazu gehört auch die Installation von Sanitäranlagen. Die bisherige Küche soll auch weiterhin als Gemeinschaftsküche genutzt werden, daneben soll ein Treffpunkt für die künftigen Bewohner eingerichtet werden. All dies kostet die Stadt Balve laut eigener Rechnung einen hohen fünfstelligen Betrag.

Impf- und Testzentrum von Umbauarbeiten nicht betroffen

Das städtische Corona-Impf- und -Testzentrum, das sich ebenfalls in dem Gebäudekomplex am Krumpaul befindet, ist von den Umbauarbeiten nicht betroffen und wird weiterhin betrieben. Die letzten Schüler hatten die Hauptschule mit Beginn der Sommerferien verlassen, die Schule ist planmäßig ausgelaufen.

Die Umbauarbeiten sollen bis Ende August/Anfang September abgeschlossen sein.
Die Umbauarbeiten sollen bis Ende August/Anfang September abgeschlossen sein. © Kolossa, Julius

Mittelfristig soll das Gebäude abgerissen werden, um Platz für das neue „Quartier an der Hönne“ zu schaffen. Entstehen soll nach dem Entwurf des Siegener Architekturbüros Loth ein Bildungscampus mit Kindertagesstätte, Bürgerhaus mit Bühne, zweigeschossigem Saal, Mensa und Foyer sowie im oberen Bereich Räumen für die Volkshochschule. Die Detailplanungen laufen allerdings noch. Anträge für mögliche Fördergelder wurden bei der Bezirksregierung Arnsberg noch nicht eingereicht, so dass die Realisierung des Hönne-Quartiers durch die Unterbringung der Flüchtlinge in der Hauptschule zunächst nicht verzögert wird.

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