Hauptschule bekommt den Klimaschutzpreis der RWE

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Bürgermeister Hubertus Mühling (links) und RWE-Kommunalbetreuer Klaus Mußhoff überreichten Schulleiterin Ulrike Scholder (2.v.l.) und Lehrerin Susanne Joachimsmeyer den Klimaschutzpreis. ▪

BALVE ▪ Die Jugendlichen, denen eigentlich der Dank gebührt, sind inzwischen schon gar nicht mehr an der städtischen Gemeinschaftshauptschule. Deshalb waren es Schulleiterin Ulrike Scholder und Lehrerin Susanne Joachimsmeyer, die am Dienstagabend im Bauausschuss den Klimaschutzpreis der RWE entgegen nahmen. Die Auszeichnung ist mit 1000 Euro dotiert. Die Schule hatte sich mit dem Projekt „Ökologische und atmosphärische Aufwertung des Schulumfeldes“ beworben. Von Annabell Niemand

Bürgermeister Hubertus Mühling skizzierte den Ausschussmitgliedern, welche Mühe sich die Zehntklässler gemacht hatten. Sie hatten auf dem Schulhof Pflastersteine entfernt und zwei Ahorne gepflanzt. Anschließend fertigten sie rund um die neuen Beete große, achteckige Sitzgelegenheiten aus unbehandeltem Buchenholz. Die Bäume hatten sie dafür selbst aus dem Wald geholt, vermessen, beschnitten und auf dem Schulhof angeordnet. Mühling sprach von „Renaturierung natürlichen Lebensraums“.

Damit nicht genug: Die Jugendlichen bauten in Form von zwei Weiden-Iglus mit einem Durchmesser von jeweils sechs Metern umweltorientierte Arbeitsbereiche. Zwei Fußballtore hinterließen sie den jüngeren Schülern noch dazu. Ihren kompletten Arbeitseinsatz dokumentierten die Schüler und präsentierten ihn auf der Landesgartenschau in Hemer.

Dieser Arbeitseinsatz wurde jetzt gewürdigt. „Es ist ein rundum gelungenes Projekt“, sagte Hubertus Mühling. Der Bürgermeister und RWE-Mitarbeiter Klaus Mußhoff überreichten der Schulleitung eine Urkunde und die „flachen Blumen“. Ulrike Scholder versprach: „Die Auszeichnung wird einen Ehrenplatz bekommen.“

Was die Schule mit dem Geld machen wird, steht auch schon fest. „Es wird auf jeden Fall wieder in Schulverschönerungsaktionen fließen“, sagt die Pädagogin. Sie freut sich nicht nur für die jetzigen sondern auch für die ehemaligen Schüler. „Die Zehner haben immer das Bedürfnis, sich zu verewigen. Das ist ihnen hiermit mehr als gelungen.“ Federführend hatten Marvin Müller, Tobias Linnemann, Marius Habbel, Dominik Schmalohr, Michael Schmidt und Felix Gödde an dem Projekt gearbeitet. Eine Woche lang seien sie fast unermüdlich im Einsatz gewesen.

Die Bewerbung der Hauptschule um den Klimaschutzpreis 2010 war diesmal die einzige. 2009 war die Grundschule Beckum für die Umgestaltung des Schulhofs ausgezeichnet worden.

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