Hauptschule Balve verabschiedet 43 Schüler

+
Die Klassenlehrer Ulrike Mertens und Robert Maldei überreichten ihren Schülern gestern Abend die Abschlusszeugnisse. Obendrauf gab es noch einige persönliche Worte für den weiteren Weg. ▪

BALVE ▪ Für 43 Mädchen und Jungen ist gestern ihre Schulzeit an der Städtischen Hauptschule Balve zu Ende gegangen. Mit Lehrern und Familien feierten sie in der Aula des Schulzentrums einen emotionalen Abschluss. Von Annabell Niemand

Die Schüler hatten die Feier unter das Motto „Wir machen den Abflug“ gestellt. Schulleiterin Ulrike Scholder hatte ihre Rede darauf abgestimmt. „Ein schlauer Mensch hat einmal gesagt ‚Gebt Kindern Wurzeln, damit sie fliegen können.‘“ Dieses Bild wolle sie nun den Mädchen und Jungen auf ihren weiteren Lebensweg mitgeben.

Eine wichtige Wurzel seien die Familien und Freunde, die auch in stürmischen Zeiten Halt geben. „Und ein guter Gärtner wird sich hüten, Wurzeln zu verletzen“, so Scholder weiter. Eine Wurzel sei zudem die Schule gewesen. Die Schulleiterin hatte ausgerechnet, dass jeder Schüler in den vergangenen sechs Jahren etwa 8200 Stunden lang „geistige Nahrung“ aufgesaugt habe.

„Je stärker und selbstbewusster ihr durch eure Wurzeln wurdet, desto mehr konnten wir Lehrer beobachten, dass euch Flügel wuchsen.“ Jetzt sei es an der Zeit auszufliegen. Dafür gab es gestern die „Fluglizenzen“. Scholder ist zuversichtlich, dass die Schüler unsanfte Landungen ohne größere Schäden überstehen, weil sie ihren Wurzeln trauen könnten.

Auch die Zehntklässler griffen ihr Motto auf. So berichteten die Schülersprecher Dana-Marina Kram und Carl von Croy, dass sie bis dato Turbulenzen – etwa von Stinkbomben in der Jugendherberge verursacht – mit ihren Lehrern immer überwunden hätten. Nun stünden sie auf der Startbahn ins Leben der Erwachsenen.

Bürgermeister Hubertus Mühling appellierte an die Absolventen, den Glauben an sich selbst nicht zu verlieren. „Es braucht sich keiner von euch verstecken“, sagte er. „Jeder hat Begabungen, die ausbaufähig sind.“ Man müsse nur auf die eigenen Fähigkeiten vertrauen. „Aussichtslos ist die Lage nur, wenn man sich aufgibt.“

Ein gutes Drittel des Entlassjahrgangs hat einen Ausbildungsplatz. Die übrigen besuchen nach den Sommerferien das Hönne-Berufskolleg, Fachschulen oder das Gymnasium. 16 Schüler erzielten die Fachoberschulreife, neun von ihnen erreichten die Qualifizierung für ein Gymnasium.

„Vorbildliches Verhalten schlägt sich nicht immer nur in Noten wieder“, sagte Lehrer Robert Maldei. Deshalb zeichneten er und seine Kollegin Ulrike Mertens Schüler aus, die sich für die Gemeinschaft eingesetzt hatten. Ibrahim Adilovic, Carl von Croy und Veronika Fazio hatten eine Fußball-AG geleitet, Dana-Marina Kram und Serap Dalkiran in der Cafeteria geholfen.

Sketche, Tänze, Musikdarbietungen und ein Rückblick in Bildern, der bei einigen Jugendlichen die Tränen kullern ließ, rundeten die Entlassfeier ab.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare