Hauptschule Balve schneidet sehr gut ab

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An der Balver Hauptschule ist vieles vorbildlich oder gut, aber wenig entwicklungsbedürftig.

BALVE ▪ Die Balver Hauptschule hat bei der von der Bezirksregierung vorgenommenen Qualitätsanalyse sehr gut abgeschnitten. Schulleiterin Ulrika Scholder stellte das Ergebnis jetzt der Schulkonferenz vor.

„Man kann total zufrieden sein“, sagte Scholder angesichts der Noten, die die beiden Prüfer der Hauptschule gegeben hatten. Um sich ein Bild von der Leistungsfähigkeit der Einrichtung zu machen, hatten sie im Februar 38 Unterrichtseinheiten besucht und Gespräche mit Lehrern, Schülern und Eltern, aber auch mit anderen Schulangestellten geführt – vom Hausmeister über die Sozialarbeiterin bis zur Sekretärin. Unter insgesamt 25 Aspekten hatten sie die Schule bewertet. Dabei erreichte die Hauptschule sieben Mal die Bestnote „vorbildlich“. 14 Mal hatten die Prüfer der Schule das Prädikat „eher stark als schwach“ verliehen und nur in vier Fällen hatte sie sie als „eher schwach als stark“ eingestuft. Für „erheblich entwicklungsbedürftig“ hatten sie die Hauptschule in keinem Bewertungsaspekt befunden.

„Das Ergebnis zeichnet ein realistisches Bild von unserer Schule“, sagte Ulrika Scholder mit Blick auf die insgesamt 77 Seiten umfassende Qualitätsanalyse. Allerdings betonte sie auch, dass sich im Einzelfall ein genauerer Blick auf die Bewertung lohne. Als Beispiel nannte sie die relativ gute Bewertung der Lernumgebung und Lernatmosphäre. „Da haben wir nur deshalb die Note ,eher stark als schwach‘ erhalten, weil sich Lehrer und Schüler darum bemühen, obwohl der Zustand des Gebäudes eigentlich eine gute Lernatmosphäre verhindert“, sagte die Schulleiterin mit Blick auf die marode Bausubstanz.

Der in der Stadtverwaltung für Schulen zuständige Fachbereichsleiter Michael Bathe, der an der Schulkonferenz teilnahm, versuchte gar nicht erst, die Situation schön zu reden. „Da besteht Handlungsbedarf, keine Frage“, gab er unumwunden zu. Allerdings sehe das Konzept für das Schulzentrum vor, im Zuge der Installation der neuen Heizungsanlage nun zuerst die Realschule abzuarbeiten und sich dann der Hauptschule zuzuwenden.

Schulleiterin Ulrika Scholder sieht aber auch Handlungsbedarf auf anderen Gebieten. So will sie mit ihrem Kollegium nun vorrangig die ebenfalls mit „eher schwach als stark“ bewerteten Bereiche „Unterstützung eines aktiven Lernprozesses“ und „Individuelle Förderung und Unterstützung“ verbessern. Bis Anfang Juni muss die Schule dafür verbindliche Zielvereinbarungen treffen. ▪ vg

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