Nachnutzungsszenarien

Hauptschulareal: Planungen für die Zeit nach dem Ende

Im Sommer 2022 verlassen die letzten Schüler die auslaufende Hauptschule. Erste Überlegungen, was dann mit dem Gelände samt Gebäudekomplex werden soll, werden jetzt angegangen.
+
Im Sommer 2022 verlassen die letzten Schüler die auslaufende Hauptschule. Erste Überlegungen, was dann mit dem Gelände samt Gebäudekomplex werden soll, werden jetzt angegangen.

Das Hauptschulareal am Krumpaul soll von der Stadt in Kooperation mit Planungsbüros auf die Zeit nach dem Schuljahr 2022 vorbereitet werden – dann werden die letzten Hauptschüler aus der auslaufenden Schule entlassen und das Gebäude wird anschließend zunächst leer stehen.

Der Stadtrat hatte 2016 beschlossen die Schule auslaufen zu lassen und deshalb ab dem Schuljahr 2016/2017 keine Eingangsklassen mehr bilden zu lassen. Derzeit gibt es noch eine neunte und zehnte Klasse. Geleitet wird diese Schule seit diesem Jahr kommissarisch von der Balverin Angelika Rotermund. Die dienstälteste Lehrerin hat die Aufgabe von Hans-Jürgen Stracke übernommen, den die Bezirksregierung versetzt hat.

Doch mit möglicherweise längeren Leerstand des Gebäudes, nachdem im Sommer 2022 die letzten Schüler mit Beginn der Sommerferien die Hauptschule verlassen haben, will sich die Politik nicht abfinden. In der Ratssitzung am Mittwoch stellte Matthias Streiter (CDU) den Antrag, der mit in den Investitionsplan des Haushaltes aufgenommen wurde, die ersten Schritte zum „Zukunftsprojekt“ am Krumpaul in die Wege zu leiten.

Bürger-Anregungen sollen auf Umsetzbarkeit geprüft werden

Dabei sollen die im vergangenen Jahr von Bürgern angeregten Ideen für eine Nachnutzung wie ein Generationentreffpunkt, ein Begegnungszentrum oder aber auch Betreutes Wohnen auf eine mögliche Umsetzbarkeit überprüft werden. „Die Anbindung an das neue Baugebiet Schmandsack, aber auch an die Realschule und den Sportplatz machen dieses Gelände attraktiv“, so Streiter, der die Balver weiterhin mit in die Entwicklung einbinden möchte.

Aber ohne professionelle Hilfe gehe es doch nicht, meinte die CDU, die in diesen Haushalt 30 000 Euro für erste Vorgespräche mit Planungsbüros einstellen wollte. Dem stellten sich am Ende auch die Oppositionsparteien UWG und SPD nicht in den Weg, sondern machten mit ihren Zustimmungen den Weg frei für dieses, so Bürgermeister Hubertus Mühling (CDU), „erste Grundkonzept.“

Reicht die Planungszeit bis Sommer 2022?

Lobende Worte gab es von Cay Schmidt, dem Fraktionsvorsitzenden der SPD: „Es ist schön, dass endlich mal wirklich etwas angepackt werden soll – wenn auch vorerst nur planerisch.“ Lorenz Schnadt, Fraktionsvorsitzender der UWG, gewann diesem Antrag ebenfalls etwas Gutes ab, kritisierte aber auch: „Ich bin skeptisch, ob wir bis Juni 2022 mit den Planungen fertig werden, denn immerhin dauern die Planungen für den Liboriweg in Garbeck (hier sollen Bauflächen ausgewiesen werden, Anm. d. Red.), schon ein gutes Jahr, und es ist noch nichts passiert.“ Doch: „Ich finde diese Idee gut.“ Verkneifen konnte er sich aber nicht, darauf hinzuweisen, dass dieses Thema ebenso gut von der Verwaltung anstelle der CDU nach vorne gebracht werden könnte. Dies wurde von allen Anwesenden zur Kenntnis genommen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare