43 Hauptschüler verabschiedet - Feier kurzzeitig von Ende der Schulform getrübt

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43 Schüler wurden am Dienstag in der Hauptschule verabschiedet und bekamen ihre Abschlusszeugnisse ausgehändigt. Schulleiterin Ulrika Scholder war voll des Lobes.

Balve - 43 Schüler bekamen am Dienstag ihre Abschlusszeugnisse von der Hauptschule überreicht.

25 haben damit den Hauptschulabschluss in der Tasche, zehn den Realschulabschluss und acht den Realschulabschluss mit Qualifikation zum Besuch des Gymnasiums. 

20 beginnen eine Ausbildung, 23 gehen zu Berufskollegs und Fachschulen. „Solche Feiern sind gezählt, die Freude darauf getrübt“, sagte Ulrika Scholder, Schulleiterin, bei der Begrüßung. Damit ging sie auf das vergangene Jahr ein, das für die Hauptschule anfangs noch unter einem guten Stern stand. Fünf neue Kollegen für die drei in den Ruhestand gehenden waren zu verzeichnen. 

„Der Unterricht schien gesichert“, stellte sie die damalige Situation dar. Doch dann beschloss der Rat der Stadt im September, die Hauptschule auslaufen zu lassen – diese Fakten stellte die Schulleiterin zu Beginn des Abschlussprogramms fest, an dem auch Bürgermeister Hubertus Mühling teilnahm. „Aber ich bin trotzig“, ließ sie keine Missstimmung aufkommen. „Jetzt erst recht: Ihr habt allen Grund zum Feiern!“ Und dafür hatten die Zehntklässler ein Programm mit Sketchen, Tänzen, einem Rückblick auf sechs Jahre und dem Lied „Das Model“ mit der Klassen 9 und der Lehrerin Martina Lütkes einstudiert. 

Die Schülersprecher Jannika Gröschner und Lucas Warszeit sagten im Namen ihrer Mitschüler: „Danke für die Schulzeit.“ Sie verglichen diese mit einer Zugfahrt, die mal in einem Bummelzug, mal im Intercity vorgenommen wurde. Jetzt seien alle am ersten Zielbahnhof angekommen, wo die Weichen neu gestellt werden: „Viel Neues kommt auf uns zu.“ Den Wünschen für die Zukunft schlossen sich Ralf Schneider, Schulpflegschaftsvorsitzender, und Bürgermeister Hubertus Mühling an. 

Vom Stadtoberhaupt gab es anerkennende Worte für die erfolgreiche Absolvierung der Zeit an der Hauptschule. Den Lohn für ihre Mühen würden sie jetzt schwarz auf weiß als Zeugnis in den Händen halten. Der jetzt vor ihnen liegende neue Lebensabschnitt bedeute zwar mehr Freiheit, aber auch unbekannte Herausforderungen und Anforderungen, die selbstständig bewältigt werden müssen. Ein gutes Rüstzeug dafür hätten die Jugendlichen von ihrer Schule bekommen. 

Und dann, Mühling hatte seine Rede beendet, fügte er noch Anerkennung für Schulleiterin Ulrika Scholder und das Kollegium der Hauptschule an. „Trotz aller Widrigkeiten leisten sie nach wie vor gute Arbeit.“ Diesem Dank schlossen sich die Eltern und Schüler mit ihrem Beifall an.  Als Ulrika Scholder dann als Schlussrednerin vor der Zeugnisausgabe ans Mikrofon trat, war sie voll des Lobes für ihre Schüler: „An vielen Schulen findet an dieser Stelle die so genannte Bestenehrung statt. 

Dazu würde ich euch alle aufrufen, weil ihr alle Euer Bestes gegeben habt.“ Manchmal sei nicht immer die 1 oder 2 vor dem Komma ausschlaggebend, „sondern das Wissen, das Höchstmögliche aus sich herausgeholt zu haben.“ Häufig sei diese Qualität beim Engagement im Mittagspausendienst, im Bündnis für Flüchtlinge gegen Rassismus oder beim Bau der neuen Fußballtore erkennbar gewesen. 

Zum Zeugnis gab es für jeden einen Stein mit der Aufschrift „HSB 2017“ als Erinnerung. Gefeiert wurde mit den Eltern im Foyer, im kleineren Kreis dann in der Schützenhalle in Mellen.

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