Haupt- und Realschule benötigen nicht alle Klassenräume

BALVE ▪ In seiner letzten Sitzung hatte der Schulausschuss die Balver Stadtverwaltung beauftragt, ein Raumbedarfskonzept für das Schulzentrum zu erstellen. Am Mittwochabend wurde der Plan, der in Abstimmung mit den Schulleitern entstand, nun vorgestellt und mit ihm drei Vorschläge für bauliche Veränderungen. Von Annabell Niemand

Der stellvertretende Fachbereichsleiter André Flöper erläuterte den Plan. Demnach verfügt die Realschule über 24 Klassenräume – benötigt werden im Schuljahr 2011/12 voraussichtlich 23, 2014/15 noch 21, ein Jahr später 19. Der Hauptschule stehen 19 Klassenräume zur Verfügung, von denen 16 im kommenden Schuljahr genutzt werden sollen, ab dem Schuljahr 2012/13 noch 15.

„Betrachtet man beide Schulen als eine Schule, wären im Schuljahr 2014/15 sieben Klassenräume frei, im Schuljahr 2015/16 neun“, berichtete Flöper. Zudem fielen aufgrund von Synergieeffekten Vorbereitungsräume und eine Schulküche weg. „Wir brauchen im Jahr 2015/16 560 Quadratmeter weniger als heute“, erläuterte der Verwaltungsmitarbeiter. Und das, obwohl schon eine Mensa mit 500 Quadratmetern hinzugerechnet worden sei.

Anschließend stellten Flöper und Ernst-Reiner Schulte drei Möglichkeiten vor, wie sich das Schulzentrum baulich verändern könnte.

Variante 1: Klassentrakt der Hauptschule wird abgerissen

Variante 1: Der Klassentrakt der Hauptschule wird abgerissen, ein neues Gebäude für Mensa, Schulküche und Verwaltungsbereich mit Lehrerzimmer gebaut. Außerdem, so die grobe Idee, werden sich die Sonderklassentrakte verschieben, der Musikraum zum Beispiel in das jetzige Lehrerzimmer der Realschule ziehen, um näher an der Aula zu liegen. „Von 37 Räumen liegen dann 27 in der Real-, zehn in der Hauptschule“, so Flöper.

In die Varianten 2 und 3, erläuterte Schulte, seien andere Überlegungen eingeflossen, da für den Sonderklassentrakt der Realschule ohnehin eine Dacherneuerung geplant sei. „Wenn man sowieso an das Dach muss, kann man es auch um eine Etage aufstocken“, sagte er. In den Sonderklassentrakt der Hauptschule könnten dann Mensa, Schulküche und Verwaltung einziehen. Der bislang dreigeschossige Klassentrakt der Hauptschule wird dann zweigeschossig. Auch die dritte Variante sieht die Aufstockung vor, aber einen Abriss des Sonderklassentrakts der Hauptschule – an seine Stelle könnte eine Etage für Verwaltungsräume kommen. Auch der Klassentrakt der Schule könnte der Abrissbirne zum Opfer fallen, zwei oder drei neue Etagen für Mensa, Lernstudios und Übermittagsbetreuung entstehen.

Heinrich Stüeken (UWG) fragte, für welche Schulform geplant werde. „Wenn ich eine Hundehütte baue, muss ich doch wissen, was für ein Hund reinkommt“, verdeutlichte er. Bürgermeister Hubertus Mühling (CDU) entgegnete: „Es geht um ein Schulzentrum.“ Wie das Kind heiße, sei dahingestellt. Es gehe lediglich um Planungen aufgrund der Gebäudesituation. Gleichwohl kann sich die CDU, das ist in der Vergangenheit offen diskutiert worden, auch eine Verbundschule vorstellen. Sigrid Schmidt (SPD) erinnerte in diesem Zusammenhang: „Ich finde es schade, dass wir nicht in Richtung Gemeinschaftsschule denken.“

Planungen sollen bis November vertieft werden

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Johannes Wortmann stellte den Antrag, „die Berechnungen und Planungen zu vertiefen und bis zu den Klausurtagungen im November auch belastbare Berechnungen und Investitionssummen vorzulegen“. Er wurde einstimmig angenommen.

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