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„Hast Du auch kein Netz?“ ‒ Mobilfunkanbieter schaltet Station ab

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Von: Julius Kolossa

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Die 5G-Technologie ist bald auch in Balve für Vodafone-Kunden verfügbar. Dafür führt das Unternehmen derzeit Arbeiten an der heimischen Mobilfunkstation durch.
Die 5G-Technologie ist bald auch in Balve für Vodafone-Kunden verfügbar. Dafür führt das Unternehmen derzeit Arbeiten an der heimischen Mobilfunkstation durch. © Federico Gambarini

„Hast Du auch kein Netz?“ Diese Frage war in dieser Woche immer wieder von Vodafone-Mobilfunkkunden in Balve zu hören. Dabei wurde angestrengt auf das Smartphone geschaut, ob nicht doch noch eine Verbindung zustande kam. Doch am Gerät lag es nicht, dass nicht telefoniert oder keine Daten verschickt werden konnten.

Balve ‒ Das Unternehmen Vodafone führt Wartungs- und Modernisierungsarbeiten an der Balver Mobilfunkstation durch, um diese mit der 5G-Technologie auszurüsten. Dafür musste die Station vorübergehend abgeschaltet werden. Informiert wurden die Vodafone-Kunden darüber im Vorfeld nicht.

Die Arbeiten laufen seit dem 25. April und sollen noch bis Montag, 2. Mai, dauern. Der Mobilfunkverkehr werde in diesem Zeitraum weitgehend über umliegende Stationen umgeleitet, erklärte Volker Petendorf, Konzernsprecher von Vodafone-Deutschland, auf Anfrage der Redaktion. „Jedoch lassen sich vorübergehende Einschränkungen bei einzelnen Kunden – bis hin zum Totalausfall – nicht ganz vermeiden“, so Petendorf. Mit den Arbeiten werden laut Unternehmen auch die Kapazitäten für die Breitbandnutzung verstärkt, indem zusätzliche Antennen für die Breitbandtechnologien LTE und erstmals Antennen für 5G installiert und in Betrieb genommen werden. Regelmäßige Wartungsarbeiten seien notwendig, „um die Qualität nachhaltig zu sichern“.

5G-Technologie: Zuerst Videos, dann autonomes Fahren

5G deckt alle Vorteile der mobilen Breitbandtechnologie LTE in höherer Geschwindigkeit ab: Die Kunden können im Internet surfen und mobile Datendienste nutzen. So können sie zum Beispiel HD-Filme schnell downloaden, Videos in HD-Qualität und Livestreams ruckelfrei schauen. Dies soll perspektivisch Anwendungen wie vernetzte Fahrzeuge und autonomes Fahren ermöglichen.

Mit 5G soll möglichst die gesamte Bevölkerung an das 5G-Netz angebunden werden, wie es bei der Mobilfunkversorgung mit Sprache (GSM gleich 2G) und bei der mobilen Breitbandtechnologie LTE (gleich 4G) bereits heute weitgehend der Fall ist. Dabei werde Vodafone zunächst die bereits vorhandene Mobilfunk-Infrastruktur weitgehend mitnutzen und seine 5G-Antennen, wo immer es möglich ist, zunächst an den bestehenden Mobilfunkstationen anbringen. Dieses geschehe Station für Station im Laufe der nächsten Jahre.

Hintergrund dieser Ausbaumaßnahme: „Angesichts jährlicher Steigerungsraten von rund 29 Prozent im mobilen Datenverkehr im Märkischen Kreis ist der Ausbau dieser mobilen Datenautobahn auch in Balve ein Muss, um die Netzkapazitäten im Einzugsgebiet dieses Standortes weiter zu steigern und damit den dauerhaften Betrieb zu gewährleisten“, sagte Petendorf.

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