Der Schul-Abwickler tritt seinen Dienst in Balve an

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Hans-Jürgen Stracke ist jetzt Leiter der Balver Hauptschule. Das Ende der Bildungseinrichtung spätestens im Jahr 2022 ist längst besiegelt.

Balve -  Der Wechsel im Büro der Hauptschul-Schulleitung ging fließend vonstatten: Ulrika Scholder ist zum Ende des Schuljahres nach 27 Jahren in Balve in den Ruhestand gegangen, dafür ist Hans-Jürgen Stracke gekommen. Der 55-Jährige weiß, dass seine Amtszeit auf vier Jahre befristet ist. Dann schließt er als letzter die Tür ab und übergibt den Schlüssel an den Schulträger, die Stadt Balve.

Für Stracke ist es nach der Gertrudenschule in Neuenrade und der Märkischen Schule in Hemer die dritte Schule, die er abwickelt.

Hans-Jürgen Stracke hat sich eingerichtet im Schulleiterbüro, und wird sich nach einem Urlaub der Herausforderung stellen, Stundenpläne für 100 Schüler mit 14 Lehrern zu erstellen. „Die Schüler-Lehrer-Relation hört sich zunächst einmal gut an“, sagt er dazu im Gespräch mit der Redaktion.

„Aber jedes Jahr wird nach den Entlassfeiern die Schülerzahl geringer, und entsprechend wird die Zahl der Kollegen weniger werden“, weiß er auch, dass er eine sterbende Schule übernommen hat.

So war es auch in diesem Sommer: Eva Läufer wechselte nach zwei Jahren an die Realschule in Menden, wo sie ab dem nächsten Schuljahr Deutsch und Englisch unterrichten wird.

Klaus Volmert war am Krumpaul 15 Jahre als Sport- und Geschichtslehrer tätig. Sein neuer Wirkungskreis wird nach den Ferien die Agnes-Wenke-Sekundarschule in Neheim sein. Immerhin bleibt er aber Balve vorerst mit vier Stunden in der Woche noch erhalten.

Weitere Pädagogen – das steht jetzt schon fest – werden während der vier Jahre, die der Balver Hauptschule noch bleiben, in den Ruhestand gehen.

„Das ist hier ein sehr erfahrenes Kollegium“, fasst der Schulleiter zusammen, der auch Teilzeitkräfte in diesen Reihen weiß. Nach inzwischen drei Jahren ohne Eingangsklasse werden nach den Sommerferien nur noch Schüler in der 7., 8., 9. und 10. Klasse unterrichtet.

Das Ende der Schule zeichnet sich also langsam, aber sicher ab – und das nicht nur am baulichen Zustand dieses Schulgebäudes. Und dennoch bleibt Hans-Jürgen Stracke seiner Devise treu, den Schülern die bestmöglichen Voraussetzungen bis zu ihrem Abschluss bieten zu wollen. So hat er es in Neuenrade und Hemer gehalten, so möchte er es auch in Balve tun.

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