Halbzeit in der Jugendkirche Langenholthausen

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Julia Pohle (von links), Karina Fittkau und Pfarrer Andreas Schule messen den Erfolg nicht in Zahlen. ▪

LANGENHOLTHAUSEN ▪ Die Jugendkirche 2011 lebt von ihrem vielseitigen Programm, das an 38 Tagen geboten wird. Sei es die Jugendmesse zum Auftakt, das Kirchenkabarett, die Spieleabende, die Nacht der Lichter, Mädchen- und Jungenabende, das Kirchencafé oder das Oratorium in Rock: Jugendliche und auch Erwachsene lassen sich ansprechen. „Wir sind sehr zufrieden mit dem bisherigen Verlauf“, zog Pfarrer Andreas Schulte zur Halbzeit Bilanz. „Etwa 2 400 Besucher wurden bisher gezählt – aber wir machen den Erfolg nicht abhängig von Zahlen.“

So fand am lateinamerikanischen Abend ein reger Austausch zwischen 16 Leuten statt. Der war aber ebenso gehaltvoll wie die Rock-Messe mit Via Domini mit über 200 Besuchern. 40 Mädchen nahmen an dem für sie reservierten Abend teil, einen Tag später kamen 25 Jungen. „Jung und Alt nehmen etwas von den Veranstaltungen mit“, ist Schulte überzeugt. „Der Unterschied zur Jugendkirche 2009 ist, dass beim ersten Mal sehr viele aus Neugier kamen. Jetzt wissen viele, was sie erwartet.“

Zusammen mit Karina Fittkau aus Küntrop und Julia Pohle aus Altenaffeln organisierte der Geistliche, wie schon 2009, den Ablauf. Punktuell stehen bis zu 40 Helfer bereit, die Kirche zu gestalten oder bei Veranstaltungen zu helfen. „Wir sind gerne wieder dabei“, scheuten Fittkau und Pohle die wieder sehr umfangreiche Vorbereitung nicht. Erreicht werden sollen viele: „Wer dann teilnimmt, der ist immer richtig – und das unabhängig vom Alter.“ Die Organisatoren wollen zeigen, dass Kirche anders sein kann.

Verstärkt wurde in diesem Jahr der ökumenische Gedanke. Deshalb wurden die Frühschichten der Hauptschule Balve mit in das Programm aufgenommen. An drei Tagen fanden jeweils um 6.30 Uhr im Musikraum der Schule unter dem Motto „Ausbrechen – Aufbrechen!“ unterschiedlich gestaltete Einstimmungen auf die Woche statt. Dazu gehörte auch ein ökumenischer Schulgottesdienst, zu dem sich 250 Schüler mit ihren Lehrern auf den Weg zur Langenholthausener Kirche gemacht hatten.

Bis zum 24. April (Feier der Auferstehungsmesse um 7 Uhr) findet noch ein interessantes Restprogramm statt, zu dem am Samstag von 10 bis 17 Uhr der Workshoptag („Paint, cook, move – with God“), am Sonntag um 19 Uhr die Jugendmesse mit anschließendem „Roten Sofa”, das Kirchencafé am Montag von 18 bis 20 Uhr, und der Kinoabend am Mittwoch, 13. April, von 17 bis 21 Uhr, gehören.

Interessant wird der ökumenische Jugendkreuzweg, der am Freitag, 15. April, ab 18.30 Uhr von der Kirche zum Schieberg führen wird. Die Dritte-Welt-Gruppe informiert am Samstag, 16. April, ab 19 Uhr – dazu spielt Plan B. Kurzexerzitien begleiten die Karwoche (Montag bis Mittwoch jeweils um 6 und 19 Uhr). Die Messe mit Abendmahl findet am Gründonnerstag um 20 Uhr, die Karfreitagsliturgie mit Passion um 15 Uhr statt.

„Wir überlegen, ob wir nach der Jugendkirche den Jugendlichen einen Glaubenskurs anbieten sollen“, blickt Pfarrer Schulte nach vorne. „Bisher stehen wir mit diesen Überlegungen aber noch am Anfang.“ Zu früh sei es auch, über die Jugendkirche 2013 nachzudenken. ▪ JK

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