"Bauen wie die Biber" am Garbecker Bahnhof

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Diesmal mussten die Pfadfinder auch einen von Sturm Friederike umgestürzten Baum beseitigen.

Garbeck -  Erfolgreich absolviert wurde der Frühjahrsputz rund um den Garbecker Bahnhof. Unter dem Motto: „Bauen wie die Biber“ hatte sich der Pfadfinderstamm von St. Elisabeth Hagen in den Osterferien daran gemacht, auch im letzten Winkel des weitläufigen Geländes für Ordnung zu sorgen.

„Wie jedes Jahr“, erklärte Markus Haarmann, dessen Vater Franz-Josef im Jahr 1982 den nach einem Brand zur Ruine verfallenen Bahnhof gekauft und wieder neu aufgebaut hatte. Inzwischen ist das Erbe innerhalb der Familie, die mittlerweile in Hagen wohnt, weitergegeben worden. Dazu gehören auch seit 1984 die Pfadfinder, für die es eine Ehrensache ist, einen Teil ihrer Osterferien dafür zur Verfügung zu stellen, den Bahnhof und sein Umfeld „in Schuss“ zu halten.

40 junge Leute im Einsatz

Auch in diesem Jahr wieder: Sie bessern den Zaun entlang der Bahngleise aus, entsorgen einen von Sturm Friederike umgestürzten Baum, nehmen Strauch-, Busch- und Baumschnitt sowie Rasenpflege vor, räumen Müll weg, reparieren die Dächer auf den Hütten und haben auch drei besondere Aufgaben auf ihrem Arbeitsplan: der Neubau einer Feuerstelle und eines Holzschuppens muss vorgenommen werden, und einige kaputte Seitenteile des Turms müssen repariert werden.

Auf dem Außengelände musste unter anderem eine neue Feuerstelle gebaut werden.

40 junge Leute ab 16 Jahren sind es, die ihre Freizeit damit verbringen – und zufrieden damit sind. „Sie können sich hier frei entfalten“, erläutert Markus Haarmann das Konzept. Weil alle Berufe vom Tischler und Sanitärfachmann über den Elektriker bis zum Förster vertreten sind, lernt jeder von jedem. Die Fachleute geben ihren „Lehrlingen“ dabei wertvolle Tipps mit an die Hand. Markus Haarmann: „Die Jugendlichen verlegen hier zum ersten Mal Fliesen oder führen Elektroarbeiten aus.“

Den Lohn gibts am Lagerfeuer

Belohnt werden die Jugendlichen damit, dass sie am Ende eines jeden Tages sehen, was sie geschafft haben, und mit dem abendlichen Lagerfeuer. Dabei wird gegrillt und gemeinsam gesungen. Alle genießen Vollverpflegung von morgens bis abends inklusive Übernachtung.

In ordentlichem Zustand wurde das Bahnhofsgelände auch diesmal verlassen. An vielen Wochenenden des Jahres wird er als Jugendgästehaus von Chören, Vereinen und Schulen aus ganz NRW genutzt.

Dorfjugend darf Gelände nutzen

Den Jugendlichen im Dorf ist erlaubt, ihre Freizeit auf dem Bahnhofsgelände zu verbringen. „Wir haben aber eine Vereinbarung geschlossen“, sagt dazu Eigentümer Markus Haarmann. „Die Jugendlichen laden hier nicht ihren Müll ab, und halten den Platz auch in Ordnung.“ Dafür können sie sich frei entfalten auf der 10.000 Quadratmeter großen Fläche.

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