Haarmann und Schulte erhalten Sportehrenpreis

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Volker Griese (von links) überreicht Georg Schulte den Sportehrenpreis 2009, Christoph Haarmann erhält ihn aus den Händen von Christa Knoop. ▪

BALVE ▪ Preisverdächtige sportliche Leistungen hat es im Jahr 2010 aus Balver Sicht nicht gegeben. Dafür hat sich ein Ehrenamtlicher mit seinem Schaffen das dicke Lob des Stadtsportverbands verdient.

Freitag Abend zeichnete er Christoph Haarmann für 30-jährige Vorstandsarbeit im TV Sauerlandia Garbeck mit dem Sportehrenpreis aus. Auch für Georg Schulte vom SuS Eisborn gab es ein dickes Danke. Er erhielt den Ehrenpreis 2009, weil er an der Sportlerehrung im vergangenen Jahr nicht teilnehmen konnte.

Die Vorsitzende des Stadtsportverbands Christa Knoop bedankte sich – im Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit – bei einem „Vollblutehrenamtler“. Sie skizzierte die Stationen seiner Karriere: Bereits vor 40 Jahren wurde Christoph Haarmann als „Steppke“ Vereinsmitglied. Später war er Jugendwart, Beisitzer und Zweiter Vorsitzender. „Drei weitere Jahre gingen ins Land, bis er an die Spitze des größten Sportvereins in der Stadt Balve gewählt wurde.“

In den vergangenen 15 Jahren hat Christoph Haarmann einiges bewegt: Eine Geschäftsstelle des TVS wurde eröffnet, der Weihnachtsmarkt ins Leben gerufen, ein Basketballfeld gebaut und der Traum vom Kunstrasenplatz realisiert. „Nun hat der Kapitän schweren Herzens sein Schiff verlassen, um sich anderen wichtigen Aufgaben zu widmen.“ Der überraschte Preisträger bedankte sich bei Vorstandskollegen, seiner Familie und bei seinem Vorgänger Walter Eickelmann: „Als ich das Amt übernahm, war alles gut vorbereitet.“

Geschäftsführer Volker Griese sagte: „Spötter behaupten, durch ein Ehrenamt kommt man selten zu Ehren.“ Er überzeugte die Gäste vom Gegenteil, als er Georg Schulte ehrte. Mehr als 20 Jahre engagiert der sich schon für den SuS Eisborn – „in vorderer und vorderster Reihe“. Der Geehrte übernahm 1987 das Amt des Zweiten, 1993 das des Ersten Vorsitzenden. Mit einem Augenzwinkern sagte Griese: „Sportliche Erfolge hast du mit dem SuS Eisborn allenfalls in deinen Anfangsjahren feiern dürfen. Dafür hat sich aber auf anderen Gebieten viel getan, seit du das Ruder übernommen hast.“ Vor allem die Scheunenparty sei ein „herausragendes Beispiel“. Jedes Jahr stellt Georg Schulte für die Großveranstaltung seinen Hof zur Verfügung. Und das spült Geld in die Vereinskasse.

Georg Schulte: „Ehrenamt für mich eine Selbstverständlichkeit.“ Zu seinem Job gehörten sportliche Erfolge und Misserfolge. Er machte keinen Hehl daraus, dass die größte Enttäuschung seiner Amtszeit die Ablehnung der Stadt für den Kunstrasenplatz gewesen sei. 130 000 Euro seien dem Verein dennoch von Sponsoren zugesagt worden. Die wolle der SuS aber nur investieren, wenn mit der Stadt ein langfristiger Pachtvertrag abgeschlossen werde. Ein entsprechenden Antrag soll bald gestellt werden.

Auch Bürgermeister Hubertus Mühling gehörte zu den Gratulanten. Er unterstrich den hohen Stellenwert von Sport und Ehrenamt in der Stadt Balve, zeigte sich aber über die geringe Besucherzahl der Sportlerehrung enttäuscht.

Petra Mertens zeichnete die Schulen aus, die am Sportabzeichen-Wettbewerb teilgenommen hatten. Den Titel verteidigte die Grundschule Beckum. 45 Schüler und damit 52,3 Prozent stellten sich der Herausforderung. 47 Sportabzeichen (51,7 %) erhielten Grundschüler aus Langenholthausen. 53 Mädchen und Jungen (25,5 %) aus Balve und 18 Kinder aus Garbeck (16,2%) beteiligten sich. Alle Schulen erhielten Gutscheine für Pausensportgeräte. Die weiterführenden Schulen hatten nicht mitgemacht.

Schließlich bekamen noch zwei Sportabzeichen-Absolventen ihre Auszeichnung. 21 haben die Prüfungen in 2010 bestanden – zwölf weniger als vor einem Jahr.

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