Gute Nachrichten für die Mellener Dorfgemeinschaft

Sieglinde Drees und Otmar Hermann zeigten sich erfreut über die Resonanz im Rahmen der Dorfversammlung. - Fotos: Kolossa

Mellen -  „Wir machen doch weiter“, verkündeten Sylvia und Klemens Rumland am Montagabend im Rahmen der Dorfversammlung im Pfarrheim. Die 45 Mellener waren von der Ankündigung des Gastwirte-Ehepaars völlig überrascht, aber auch sehr erfreut.

Von Julius Kolossa

„Lange haben wir mit uns gekämpft, weil es uns all die Jahre viel Spaß gemacht hat“, erklärten die Gastwirte, die das Haus Rumland zum 31. März dieses Jahres geschlossen hatten (wir berichteten). Jetzt hätte das Paar eine Lösung für sich und die Mellener gefunden: „Wir werden das Haus in einer kleineren Version, als Bistro, wieder eröffnen und bleiben dem Dorf erhalten,“ berichteten die Rumlands. Die Wiedereröffnung ist bereits für den morgigen Himmelfahrtstag geplant. Ab 12 Uhr sind besonders die Vatertags-Ausflügler im Haus Rumland willkommen. Spontan beschlossen die anwesenden Dorfbewohner, den Umtrunk nach der Fronleichnamsprozession am 30. Mai wieder bei „Klemens“ zu veranstalten.

An ihrer alten und neuen Wirkungsstätte stellten Sylvia und Klemens Rumland ihr neues Konzept vor. Künftig können die Gäste aus einer kleinere Speisekarte zwischen Schnittchen, Koteletts, Frikadellen, Baguettes sowie Kaffee und Kuchen wählen. Zudem ist Krombacher im Angebot. „Aber nur aus der Flasche. Die Kosten für das Zapfen für Fassbier sind zu hoch“, betont Klemens Rumland.

Serviert werde künftig täglich ab 12 Uhr im Schankraum und – bei sommerlichen Temperaturen – im Biergarten: „Der Saal wird zu einer Wohnung umgebaut“, sagt Sylvia Rumland. Dass wieder Leben ins Haus Rumland kommt, dafür wollten sowohl der Männer- als auch der Frauenchor mit ihren Proben sorgen.

Noch eine weitere positive Entwicklung ergab sich am Montag für alle Mellener. Das Dorf hat nach wie vor keinen Ortsvorsteher – dafür jetzt aber einen „Dorfsprecher“. Einstimmig wählten die Mellener Reinhard Schmidt in dieses Ehrenamt. Schmidt, der erst kürzlich in denn Ruhestand eingetreten ist und bis zu diesem Zeitpunkt unter anderem Vertreter des Bürgermeisters war, wurde in Zusammenhang mit dem Dorfentwicklungskonzept zum Dorfsprecher bestimmt: Die Verantwortlichen der Lenkungsgruppe des Dorfentwicklungskonzeptes, hatten vorgeschlagen, dass jeder Ortsteil einen Sprecher bestimmen solle.

Gemeinsam wollen die Mellener künftig ihr Dorf noch attraktiver gestalten und Blumenschmuck anbringen, den Naturpark, die Beete und den Ententeich reinigen sowie die Informationstafeln neugestalten. Auch die Restaurierung der Holz-Bushaltestellen, für deren Erhalt sich zuvor eine Mehrheit in offener Abstimmung aussprach, wurde im Rahmen der Dorfversammlung beschlossen, die Anfang März von Sieglinde Drees, Otmar Herrmanns, Raimund Vedder-Stute und Helmut Schäfer initiiert worden war. „Unabhängig von einer Bürgerversammlung wollten wir uns mit den Mellenern an einen Tisch setzen, und sofort umsetzbare Ideen entwickeln“, erklärte Otmar Herrmanns im Gespräch mit unserer Zeitung. Mit der Resonanz – die Organisatoren hatten mit rund 25 Teilnehmern gerechnet – waren sie mehr als zufrieden. Das nächste Treffen ist für Montag, 9. September, im Haus Rumland geplant.

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