Gustav Hollmann und seine persönliche VHS-Geschichte

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Gustav Hollmann war 17 Jahre Zweigstellenleiter des Verbandes Menden/Hemer/Balve. Der gelernte Pädagoge unterrichtete ab 1970 mathematische Fächer und sah so manchen „angesagten“ Kurs kommen und gehen. ▪

BALVE ▪ Maschineschreiben, Dia-Vorträge und Töpfern – diese Kurse waren in den 1970er Jahren bei der VHS in Balve gefragt. Gustav Hollmann war 17 Jahre als pädagogischer Zweigstellenleiter des Verbandes Menden/Hemer/Balve aktiv. „Heute sind Motorsägenschulung, Patchwork, Zumba und Kreatives aus Schrottresten sehr stark nachgefragt“, beschreibt Hollmann den Unterschied zu früher.

Der gelernte Pädagoge blickte im Gespräch mit unserer Zeitung auf seine Tätigkeit zurück, die er im Juni beendete. „17 Jahre sind genug“, sagte er dazu, und nimmt nun auf der anderen Seite des Kurstisches Platz: Er ist jetzt einer der Teilnehmer in „Französisch.“

Ab 1970 unterrichtete Hollmann an der Balver Hauptschule die Fächer Mathematik und Physik; in dieser Zeit wurde ein neuer Zweigstellenleiter für die VHS gesucht, und Hollmann die Stelle angeboten: „Eine Herausforderung war das Einfinden in Anforderungen, Systeme und Abläufe“, erinnert er sich. „Mein Ziel war, immer ein breitgefächertes Programm anbieten zu können“, blickt er zurück. Hollmann sah manche „angesagten Kurse“ kommen und gehen, weiß aber auch über die sogenannten „Klassiker“ des VHS-Angebots zu berichten: „Fotografieren, Englisch, Französisch, Wassergymnastik, Wirbelsäulengymnastik und Betriebsbesichtigungen laufen immer.“ In bester Erinnerung sind ihm zudem noch der Russischkurs – „Interessante Sprache, aber komplizierte Schreibweise“ – sowie „Omas Kochrezepte“ und der Vortrag von Uwe Bathe über „Balve im Mittelalter“ geblieben. „Sehr stark nachgefragt war ein Vortrag über das Kriegsende aus militärischer Sicht“, weiß Hollmann noch ganz genau. Auch die „Cucina della mamma“, Flamenco und Mundharmonika waren begehrt.

Wichtig war Hollmann stets der persönliche Kontakt zu Dozenten und Teilnehmern. Heute genießt er die freie Zeit für sein Hobby: Paris. Hollmann weiß seine Kenntnisse anzuwenden: „Mindestens einmal im Jahr bin in der Hauptstadt Frankreichs.“ ▪ jk

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