Guido Grote als Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes zurückgetreten: Hubert Sauer ist Nachfolger

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Guido Grote (links) trat nach sieben Jahren als Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes zurück. An seiner Stelle wurde Hubert Sauer (rechts) im Rahmen der Jahreshauptversammlung am Donnerstag in das Amt des Vorsitzenden gewählt.

Balve - Nach sieben Jahren als Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes ist Guido Grote während der Jahreshauptversammlung am Donnerstag zurückgetreten. Hubert Sauer nahm für ihn den Posten des Vorsitzenden ein.

Grotes Entscheidung fiel im Zusammenhang mit der Landtagskandidatur Marco Voges im heimischen Wahlkreis, die die Sacharbeit „erheblich getrübt und belastet“ habe, wie Grote formulierte. Weiter sagte Grote dazu: „Für uns als geschäftsführenden Vorstand war und ist die beschriebene Vorgehensweise mehr als enttäuschend und ein klarer Affront; für mich persönlich eine der größten menschlichen Enttäuschungen der letzten Jahre.“ 

Erhebliche Vertrauensbrüche im Zusammenhang mit Gesprächen auf Ebene des Stadtverbandsvorstands, mit benachbarten Stadtverbänden (Menden wurde ausdrücklich davon ausgenommen), und „mangelnde sowie gänzlich fehlende Unterstützung seitens der CDU-Kreisführungsebene“, insbesondere in den Wochen, als der ehemalige CDU-Fraktionsvorsitzende Johannes Schulte „durch die Medien getrieben“ worden sei, hätten ihn veranlasst, nicht wieder für den Vorsitz des CDU-Stadtverbandes zu kandidieren, führte Grote aus. 

Dank an die engsten Weggefährten

Bevor er seinen Platz am Vorstandstisch räumte, dankte Grote seinen engsten Weggefährten Johannes Schulte, Hubertus Mühling und Jörg Roland sowie den anderen Mitgliedern des geschäftsführenden Vorstandes für die Zusammenarbeit. „Es gilt jetzt aber vor allem, den Blick nach vorne zu richten, im Dienst und zum Wohl der Stadt Balve“, schloss er. „Mit der personellen Neuaufstellung in der CDU-Fraktion wurden erste Weichen gestellt. Wir wollen dies heute Abend auch auf Stadtverbandsebene tun.“ 

Der Stadtverband wird jetzt von Hubert Sauer geleitet (35 Ja-Stimmen, zwei Gegenstimmen, drei Enthaltungen). Neue stellvertretende Vorsitzende sind Thomas Fabry, Ludger Schulte-Fabry und Matthias Streiter. Geschäftsführer bleibt Theodor Willmes, zur Schatzmeisterin wurde wieder Julia Jost gewählt. 

Für den ausscheidenden Pressesprecher Marco Voge rückt Alexander Schulte nach; Beisitzer sind Stefan Brinkschulte, Marc Camminady, Christian Daake, Annette Errulat, Björn Freiburg, Martin Gruschka, Christoph Haarmann, Tobias Müller, Dirk Rohleder, Christoph Schäfer und Hermann Schmoll. 

Hubert Sauer bedankte sich im Namen des Stadtverbandes bei seinem Vorgänger Guido Grote, der mit den Aktionen „CDU vor Ort“ und den „Balver Begegnungen“ für einen hohen Informationsgehalt gesorgt hatte. Hubertus Mühling musste zu Beginn seines Vortrages über „Balve 2020“ schlucken, denn unberührt ließ ihn dieser Abschied nicht. Er sagte dazu: „Ich fühle mich beschämt.“ Die Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Stadtverbandsvorsitzenden, aber auch dem einstigen Fraktionsvorsitzenden Johannes Schulte habe gut harmoniert. 

Fördermittel für zahlreiche Projekte 

Mühling führte aus, wie die Stadt Balve seit 2013 mit den ersten Bürgerforen ihre Hausaufgaben gemacht habe. Denn daraus entwickelten sich die Dorfentwicklungskonferenzen, nach denen Fördermittel beantragt und für die jetzt laufenden und noch anstehenden Projekte bewilligt wurden. 

Bis 2020 würden insgesamt 8 Millionen Euro investiert, gefördert würden davon 5,4 Millionen. Zurzeit werde in der Sokola.de gebaut (1 Million Euro) sowie in Volkringhausen (400.000 Euro) und Eisborn (600.000 Euro). Im kommenden Jahr solle das Integrationszentrum Beckum (1,5 Millionen Euro) angegangen werden.

Bewegung in der Innenstadt

In der Balver Innenstadt habe sich dank der verplanten 2,5 Millionen Euro ebenfalls etwas bewegt: Der Park an der Hauptstraße gehöre dazu, der Ausbau der Dreikönigsgasse, ein Aufzug im Rathaus und in der Bücherei, eine Rampe am Arme-Sünder-Gässchen, der Umbau des Drostenplatzes, die Asphaltierung der Hoffmeisterstraße, Alte Gerichtsstraße und Mittelweg sowie ein Fassaden- und Hofprogramm. „Der Bürger sieht, dass sich was tut“, sagte Mühling dazu. 

Mit der Ehrung fünf langjähriger Mitglieder endete die Versammlung: Engelbert Falke (50 Jahre), Ursula Lohmann, Wolfgang Lazer und Manfred Rotermund (je 40 Jahre) und Markus Ickler (25 Jahre) nahmen entsprechende Urkunden entgegen.

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