Deutlich mehr Platz im Schrank

Alle zwei Wochen neue Klamotten: So nahm Guido Grevener 54 Kilo ab

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uido Grevener mit WDR-Reporterin Solveig Flörke (linkes Foto) und seiner Frau Brigit (rechtes Foto). Zwischen beiden Aufnahmen liegen gut ein Jahr und etliche Kilos.

Balve-Frühlinghausen - Guido Grevener hat mächtig abgenommen. „Vor meiner Schlauchmagen-Operation vor einem Jahr wog ich 191 Kilogramm“, erzählt er. Jetzt sind es noch 137.

Dass die Kilos gepurzelt sind, ist schon auf den ersten Blick erkennbar – den „alten“ Guido Grevener, sehr schwer gewichtig und vor allem sehr schwerfällig, gibt es nicht mehr. 

Der „neue“ Guido Grevener ist zwar immer noch übergewichtig, dafür aber schon deutlich leichtfüßiger. „Es lebt sich super so“, sprudelt es aus ihm heraus. Er erinnert sich aber auch an seine Sorgen nach der Operation, bei der ihm der Magen verkleinert wurde: Ob es ihm wohl noch möglich sei, zu feiern wie früher, fragte er sich im Krankenbett. 

Mittlerweile ist er längst wieder ein gern gesehener Gast bei Festen, der auch für Stimmung sorgt. „Ja, ich kann feiern und vor allem das Leben genießen“, sagt Grevener. Er hat gelernt, mit einem Schlauchmagen, der nur noch kleinere Mengen verarbeiten kann, zu leben. Und auch Sport gehört fest zu seinem Wochenplan: Zwei Mal in der Woche geht er ins Fitnessstudio, an einem Tag zum Aqua Jogging. 

Lungenembolie im November 2015

Bis dahin war es jedoch ein langer Weg, nachdem er am 11. November 2015 eine Lungenembolie erlitten hatte. Mit seinem Höchstgewicht von 217 Kilogramm stand es im Krankenhaus zunächst schlecht um ihn. „Ich musste mein Leben ändern – und zwar von jetzt auf gleich“, so Grevener. 

Bei seinen anfangs kleinen Schritten zurück ins Leben wurde der Frühlinghausener über ein Jahr von einem Kamerateam des WDR begleitet. Nach der Ausstrahlung seiner Geschichte und weiteren Fernsehauftritten meldeten sich Übergewichtige aus ganz Deutschland bei Grevener, die Rat suchten. Diesen gibt er auch heute noch regelmäßig, denn inzwischen leitet Grevener zwei Selbsthilfegruppen des Adipositas-Netzwerkes NRW. 

Greveners Ziel ist es, noch weiter abzunehmen: „Ende dieses Jahres sollen 120, besser 110 Kilogramm auf der Waage stehen.“ Die Disziplin dafür will er unbedingt aufbringen, denn er lebt gerne leichter. Seine alten Sachen in Übergrößen gibt er als Spende ab. „Ich muss alle zwei Wochen neu shoppen gehen“, schmunzelt er. 

Deutlich mehr Platz im Schrank

Während Grevener also an Gewicht verliert, hat sein Kleiderschrank deutlich an Platz gewonnen. Und seine Frau Birgit ist stolz auf ihren Guido, der durchhält und anderen als Vorbild dient. 

Ein weiteres Ziel hat Grevener ebenfalls fest vor Augen. Nachdem er sich zu Beginn seines Abnehmprojekts vor der Kamera vorgenommen hatte, 2018 Schützenkönig in Garbeck zu werden, dieses Vorhaben im vergangenen Jahr dann aber doch noch nicht angehen konnte, plant Grevener für das 2019er-Schützenfest (13. bis 15. Juli) einen neuen Anlauf. „Ich schieße auf den Vogel. Wenn er fällt, dann fällt er. Aber ich weiß auch, dass ich mit Philipp Schulte-Fabry einen ernsthaften Mitbewerber haben werde.“ Dessen Vater Ludger hat vor 25 Jahren in Garbeck regiert, sein Sohn möchte dieses Jubiläum gerne mit der Königskette würdigen. 

Bald ein neuer Spitzname fällig?

Doch egal, wie das Schießen ausgeht, Guido Grevener wird feiern. Denn irgendwie ist er bei allem Gewichtsverlust doch der Alte geblieben. „Egal, wie viel ich abnehme, ich bleibe Euer Kosmos“, verspricht er den Garbeckern vor dem Fest. 

Dieser Name wurde ihm übrigens vor Jahren wegen seines stattlichen Körperumfangs verliehen. Setzt er seine Abspeckpläne weiter konsequent in die Tat um, könnte vielleicht bald ein neuer Spitzname fällig werden...

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