Grundschule Langenholthausen: „Da kommt Wehmut auf“

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Yvonne Rüschenberg, Caroline Stachnowski, Bianka Schürmann-Falkenstein, Anna Weidler (hinten, von links), Gudrun Fabry (vorne, links) und Ulrike Junk unterrichten nach den Sommerferien im Schatten der St. Blasius-Kirche.

Langenholthausen -  „Drei Lehrer, eine Förderschullehrerin und zwei Integrationshelfer sind bis zum Schluss für die 66 Schüler da“, betont Gudrun Fabry, Ansprechpartnerin für den Grundschulstandort Langenholthausen.

Von Julius Kolossa

Das heißt: bis zum 4. Juli 2014 – dann endet mit dem letzten Schultag vor den Sommerferien auch nach 150 Jahren die Geschichte der Grundschule in Langenholthausen.

„Wir sind noch auf der Suche nach einer weiteren Nutzung für die Immobilie“, erklärt Ortsvorsteherin Barbara Wachauf. Bürgerversammlungen, Runde Tische und Besichtigungen prägten 2013 neben dem Schulbetrieb das Geschehen in der Schule. Bei alldem zeigte sich aufgrund der stets großen Beteiligung, dass den Langenholthausenern ihre Grundschule am Herzen liegt. Allerdings konnten sie die Schließung nicht verhindern, lagen doch für das Schuljahr 2013/2014 nur elf Anmeldungen vor. Mindestens 15 hätten es sein müssen, um eine Eingangsklasse zu bilden. Erstmals ohne erste Klasse fand in diesem Jahr der Schulbetrieb statt. Britta Levermann hat als erste Lehrerin schon ihren Arbeitsplatz in die Grundschule Balve verlegt. „Jetzt steht uns ein Fachraum mehr für Musik und evangelische Religion zur Verfügung“, kann Gudrun Fabry diesem Umstand noch einen positiven Aspekt abgewinnen.

Seit 15 Jahren ist sie Grundschullehrerin, von Februar bis Juli 2012 nach dem Ausscheiden von Schulleiter Engelbert Falke war sie kommissarische Schulleiterin, danach im Schulverbund mit der St. Johannes-Grundschule Balve die Ansprechpartnerin für den Teilstandort Langenholthausen. „ Es war hier immer sehr familiär“, stellt sie rückblickend fest. Schulfeste, Jahresfeste oder Geburtstagsfeiern sind bald Vergangenheit. „Da kommt Wehmut auf“, stellt Febry fest. Und obwohl sich Balves Grundschulleiterin Birgit Heckmann mit ihrem Team auf die großen und kleineren Schüler aus Langenholthausen freut, sei diesen doch etwas merkwürdig zumute, schildert Fabry und sagt: Hier, in Langenholthausen, wird etwas fehlen.“

Am Freitag vor dem 4. Juli, dem letzten Schultag, soll noch einmal ganz groß gefeiert werden.

Ab dem Schuljahr 2014/ 2015 lehren Gudrun Fabry, Yvonne Rüschenberg, Caroline Stachnowski, Bianca Schürmann-Falkenstein, Anna Weidler und Ulrike Junk im Schatten der St. Blasius-Kirche. Bis dahin wird das von Antonius Allhoff vorgestellte Konzept zur Neunutzung des Schulgebäudes weiterhin als Grundlage für Überlegungen dienen, wie das Gebäude mit Leben gefüllt werden kann: Oben Gäste- und Seminarräume, das Erdgeschoss für dorfeigene Vereine, und der Schulhof als Dorfplatz – vieles ist demnach ab dem kommenden Sommer möglich.

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