Grundschule feiert Geburtstag

Die Kinder waren am Samstag voll in ihrem Element und bastelten unter anderem eine Wimpelkette. - Foto: Kolossa

BALVE - „1973 ist die Grundschule aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht“, sagte Peter-Josef John, der die Balver Grundschule zwischen 1994 und 2007 leitete, am Samstag anlässlich der Feier zum 50-jährigen Bestehen der Bildungseinrichtung. „Damals wurde dieses Schulgebäude zur Heimat für etwa 400 Schüler, die bis dahin in zwei Gebäuden untergebracht waren.“

Der Blick in die Geschichte durfte bei der Jubiläumsfeier natürlich nicht fehlen.  Neben den Jungen und Mädchen, die die Schule besuchen, waren Eltern, ehemalige Schüler sowie zahlreiche Gäste zu dem Fest rund um die Grundschule gekommen.

Gefeiert wurde in dem Gebäude, das im Jahre 1963 als katholische Volksschule eingeweiht wurde. Fünf Jahre später, 1968, wurde die Bildungseinrichtung nach der Auflösung der konfessionellen Schulen zur Hauptschule umfunktioniert. Im Jahre 1969 wurde wegen der stetig steigenden Schülerzahlen angebaut.

Doch schon nach kurzer Zeit reichte das Raumangebot erneut nicht mehr aus, weil 769 Schüler die Hauptschule besuchten. Peter-Josef John: „Eine neue Hauptschule wurde nun am Krumpaul errichtet.“ Und so kam es, dass im Jahre 1973 Lehrer und Schüler, die bis dahin im Gebäude der jetzigen Stadtbücherei und der Volkshochschule am Johannesplatz und in der Winterschule an der Sauerlandstraße untergebracht waren, umzogen.

Die Grundschulgemeinde fand damals ein Gebäude mit allen Annehmlichkeiten an einem Ort vor: Aula, Werkraum, Filmraum, Küche, Experimentierraum, zwei Schulhöfe, und in der Nähe die Turn- und Schwimmhalle.

Schulleiterin Birgit Heckmann wünschte ihrem „Schulschiff, das in der Vergangenheit wechselnde Kapitäne und natürlich auch wechselnde Besatzungen erlebt hat“, dass auch in den kommenden Jahren weiterhin ein vertrauensvolles Miteinander gelinge, wenn es um die „wertvolle Fracht“, die Kinder, gehe.

Die Jungen und Mädchen waren am Samstag voll in ihrem Element – ob in der Bläserklasse, beim Basteln von Windrädern und -spielen oder beim Bemalen von Steinen. Auch die Spielstationen kamen beim Nachwuchs gut an. Unter fachkundiger Anleitung der „Mammuts“ konnten die Grundschüler Segway fahren. Am Stand mit Dosenwerfen und Eierlaufen war die Geschicklichkeit der Kinder gefragt. Beim Gestalten von Armbänder und Buttons ging es etwas Ruhiger zu. Hier ließen die kleinen Festbesucher ihrer Kreativität freien Lauf.

Mitglieder des Deutschen Roten Kreuzes kümmerten sich anlässlich des Schulgeburtstages um den Sanitätsdienst. Auch an ihrem Stand waren die Kinder gefragt: Stabile Seitenlage und Herz-Lungen-Wiederbelebung standen bei den Rettern auf dem Programm.

Eine Caféteria und ein Grillstand sowie ein Salat-Buffet ließen keine Wünsche offen. Erwachsene und Kinder verbrachten einige vergnügliche Stunden auf dem Schulgelände. Was mit dem dem Erlös, der im Rahmen des Geburtstagsfestes erwirtschaftet wurde, geschehen soll, wissen die Schüler schon ganz genau, wie Schulleiterin Heckmann erklärte: „Die Kinder wünschen sich ein Klettergerüst.“ Dieses wird errichtet. Je nach Höhe des Erlöses wird es größer oder kleiner.

Von Julius Kolossa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare