Grundschule Garbeck soll Schwerpunktschule werden

BALVE - Der Schulausschuss berät am Mittwochabend darüber, ob die Grundschule Heilige Drei Könige Garbeck eine Schwerpunktschule für hörgeschädigte Kinder werden soll. Die Stadtverwaltung schlägt die Einrichtung einer solchen Schule vor. Neben dem Schulausschuss und dem Stadtrat entscheidet darüber auch die Schulkonferenz.

Ab dem kommenden Schuljahr 2014/15 können Eltern von Kindern mit Behinderung zwischen einer allgemeinen und einer Förderschule wählen. Die Förderschwerpunkte Lernen, Sprache sowie emotionale und soziale Entwicklung werden als Lern- und Entwicklungsstörungen (LES) zusammengefasst.

„Im Rahmen des gemeinsamen Lernens von Kindern mit und ohne Behinderung (Inklusion) werden Schüler mit Lern- und Entwicklungsstörungen bereits seit Jahren an allen Balver Grundschulen beschult“, heißt es in einer Vorlage für den Ausschuss.

Eine Regionalkonferenz beim Schulamt des Märkischen Kreises habe im Januar darüber beraten, wie Kinder mit den übrigen Förderschwerpunkten (Hören und Kommunikation, Sehen, geistige Entwicklung sowie körperliche und motorische Entwicklung) unterrichtet werden sollen. „Es herrschte Einigkeit darüber, dass allein schon aus Kostengründen nicht alle Schulen alle Schüler mit den vorgenannten Behinderungsarten aufnehmen können“, schreibt die Stadtverwaltung weiter. Deshalb sollen der Regionalkonferenz zufolge Grundschulen zu Schwerpunktschulen bestimmt werden. So wird eine Schule nur jeweils einen der vier genannten Förderschwerpunkte abdecken.

Für eine Schwerpunktschule „Hören und Kommunikation“ kamen in Balve sowohl die Garbecker Grundschule Heilige Drei Könige als auch die Gemeinschaftsgrundschule St. Nikolaus Beckum in Frage. An letzterer habe sich ein Kind mit diesem Förderschwerpunkt angemeldet, heißt es in der Vorlage. Um festzustellen, welche Schule für den Umbau zu einer Schwerpunktschule besser geeignet sei, fand am 13. Februar eine Begehung beider Grundschulen statt. Daran nahm auch ein Mitarbeiter des Hagener Ingenieur-Büros Buchholz teil.

„Beide Schulen sind mit etwa gleichem Aufwand umzurüsten“, lautet das Fazit. „In den herzurichtenden Klassen müsste eine Akustikdecke eingezogen werden.“ In der Grundschule Garbeck habe die Stadt in den vergangenen Jahren dafür bereits 2000 Euro investiert. Außerdem gebe es dort in mehreren Klassen Gruppenräume, die als Ruhe- oder Inklusionsraum genutzt werden könnten. So sei eine individuelle Förderung möglich.

Außerdem könnten auch Schüler mit dem Förderschwerpunkt Hören und Kommunikation aus Neuenrade die Grundschule Garbeck besuchen. Deshalb empfehle auch die Schulaufsicht des Märkischen Kreises, sie zur Schwerpunktschule zu bestimmen, schreibt die Verwaltung.

Spricht sich der Schulausschuss am Mittwoch für die Einrichtung der Schwerpunktschule aus, entscheidet als nächstes der Rat. Außerdem muss die Schulkonferenz dem Vorhaben zustimmen.

Der Ausschuss für Schule, Kultur, Soziales und Sport tagt am Mittwoch ab 18 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses.

Von Constanze Raidt

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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