Grüne initiieren parteiunabhängige Zukunftswerkstatt

Wenn sich Balve im Jahre 2020 attraktiv für alle Altersklassen und Gesellschaftsschichten präsentieren soll, müssen jetzt die Weichen gestellt werden. Die Grünen sind optimistisch, die Bevölkerung mobilisieren zu können. ▪ Montage: Jentzsch

BALVE ▪ Wie kann man Balve fit für die Zukunft machen und welche Themen brennen der Bevölkerung am stärksten unter den Nägeln? Das sind Fragen, die sich die Grünen-Politiker vor Ort gestellt haben. Von Markus Jentzsch

Im Anschluss ließ das Team um Brigitte Herrmann den Blick quer durch Deutschland schweifen, auf der Suche nach herausragenden Beispielen. Und siehe da, es scheint durchaus möglich, Gewaltiges zu bewegen – allerdings vom Bürger initiiert. Und genau diesen Weg wollen die Grünen in Balve auch gehen. Sie wollen einen parteioffenen Prozess in Gang bringen, den die Bürger maßgeblich mitgestalten sollen.

Zu diesem Zweck wird es am 15. September im Restaurant Padberg eine Veranstaltung mit dem Motto „Zukunftswerkstatt Balve 2020+“ geben. Diverse Redner werden Ansatzpunkte liefern. Die Bevölkerung, Vereine, Verbände und alle Interessierten sind eingeladen, sich dann mit Ideen zu beteiligen. Mögliche Themen könnten die Schulpolitik, der Tourismus, städteplanerische Angelegenheiten oder Aspekte rund um den demografischen Wandel sein, hofft Brigitte Herrmann auf eine Fülle von Ansatzpunkten. Ausdrücklich betont sie, dass die Zukunftswerkstatt keine Aktion der Grünen bleiben soll. Sie wollen nur den Anstoß geben.

Es gilt, einen Leitfaden für die Stadt Balve zu entwerfen. Wo soll die Stadt in 20 oder 30 Jahren stehen? Wo soll die Entwicklung hinführen? „Für ein besseres Balve“ lautet die Devise, die parteiübergreifend Früchte tragen soll. Dass es ein langwieriger Prozess werden könnte, ist den Grünen klar. Aber erfolgreiche Beispiele nach diesem Muster gebe es durchaus. 20 Jahre seien demnach ein durchaus realistischer Zeitrahmen, um eine Kommune zum Beispiel schuldenfrei oder fit für den demografischen Wandel zu bekommen.

Erstes Ziel ist, Ideen der Bürger zu sammeln, um dann Arbeitsgruppen zu installieren. Hier sei auch denkbar, dass die Möglichkeiten moderner Technik ins Spiel kämen. Die Grünen könnten sich vorstellen, dass ein Platz im Internet im Stile der Wiki-Plattformen entsteht, an dem viele Menschen dezentral Ideen, Konzepte und vieles mehr gemeinsam entwickeln und bearbeiten.

Die Ergebnisse wollen die Grünen dann in den Rat der Stadt einbringen, in dem sie allerdings nicht als Fraktion vertreten sind. Sie hoffen jedoch, das Interesse der anderen Parteien wecken zu können. Schließlich gehe es um Balve und da müssten doch alle an einem Strang ziehen.

Angesprochen sollen sich grundsätzlich alle Bürger fühlen – vom Teenager bis zum Rentner. Wenn sich Balve 2020 attraktiv für alle Bevölkerungsschichten präsentieren soll, dann müssen jetzt die Weichen gestellt werden. Um die Veranstaltung zu bewerben, werden noch Flyer gedruckt, damit bei der Auftaktveranstaltung Mitte September genügend Gäste für einen erfolgreichen Start zusammenkommen.

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