Gründung „Chor der Festspiele Balver Höhle“

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Klaus Levermann freut sich auf die Herausforderung.

Balve - Mehr als 70 Interessierte fanden sich jetzt beim ersten Treffen für den „Chor der Festspiele Balver Höhle“ ein. Klaus Levermann als musikalischer Leiter freut sich auf die ganz besondere Herausforderung, die Chorlandschaft in der Region um eine weitere Sing-Gemeinschaft zu bereichern.

„Wir wollen keine Konkurrenz für die bestehenden Chöre sein, sondern vielmehr die Chorszene ergänzen um unseren ganz eigenen Stil mit Musical, Pop und Jazz, für den es bisher kein vergleichbares Angebot gibt“, betonte er beim Treffen, dass alle absolutes Neuland betreten.

Auch würde nicht auf Chorliteratur der heimischen Chöre zurück gegriffen, der „Chor der Festspiele Balver Höhle“ wolle vielmehr seinen eigenen Weg gehen. Und das bedeute zunächst, dass sich das Ensemble von Anfang an entwickeln müsste. Das fange mit Übungen zum Atmen und Singen an, die von einem speziellen Stimmbildner übernommen würden. Außerdem solle jeder seine Stimmlage finden und seinen Platz auf der Bühne – der eine stehe gerne vorne, der andere in der hinteren Reihe.

„Die Erwartungshaltung an uns ist sehr sehr groß“, sagte Klaus Levermann. „Aber wir müssen uns Zeit für uns nehmen, und die Leistung von unten aufbauen.“ Deshalb fingen alle beim selben Sing-Niveau an, was in diesem Fall „unerfahren“ bedeute. Das Liedgut werde anfangs auch schlicht und eventuell ein Volkslied sein, stellte er fest, aber nur so könne die Basis für ein vernünftiges Ergebnis geschaffen werden. Seine Ziele: „Ein soziales Gefüge mit Wir-Gefühl schaffen, mit dem Anspruch auf Leistung.“ Dann klappe es auch mit den Liedern aus Musical, Jazz und Pop.

Wer Klaus Levermann an der Auftaktveranstaltung hörte, der wusste aber auch: der Mann hat viel Humor, den er auch in den Proben unterbringen will. Gerne soll sich der neue Chor so entwickeln, dass er im Mai seine Premiere vor dem Kindermusical: „Das kleine Gespenst“ hat, und auch beim Musical für die Erwachsenen: „Der Glöckner von Notre Dame“ sei vorstellbar, dass die Sänger vor der ersten Aufführung auch dort auftreten werden.

Denn zum Festspielverein Balver Höhle gehöre dieser Chor, auch wenn er ein in sich geschlossener Chor sei, der im Rahmen der Festspielaktivitäten auftreten kann und auch die Schauspieler vor ihren Auftritten in seinen Reihen stimmlich schult. Der Monatsbeitrag beträgt ab September zehn Euro pro Person, bei Paaren sind 7,50 Euro fällig, die dritte Person ist frei. Erste Probe ist am Dienstag, 26. August, um 19.30 Uhr im Volkringhausener Schützenheim – aufgrund der vielen Teilnehmer musste hiermit auf einen größeren Probenraum ausgewichen werden. Alle 14 Tage wird dann dort gesungen, wozu auch ganze Probentage gehören werden. Den etwa 20 Männern in diesem Chor machte Klaus Levermann Mut, dass sie sich behaupten können – und sollte es so sein, dass sich aufgrund der Größe ein eigenes Frauenensemble herauskristallisieren werde, so sei dies auch durchaus zulässig.

Irgendwann soll dieser Chor auch Teil des Chorverbandes werden, stellte der musikalische Leiter seine weiteren Überlegungen vor. Diese beziehen darin auch eigene Konzerte mit ein, zu der andere Chöre eingeladen werden, um die Chorgemeinschaft zu pflegen. - von Julius Kolossa

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