Großprojekt: So soll Balve zum Geschichtspark werden

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In der Luisenhütte soll multimediale und digitale Technik installiert werden.

Wocklum/Balve – Mit der Pfarrkirche St. Blasius, der Balver Höhle, dem Schloss Wocklum, den Resten einer mittelalterlichen Wallburg oberhalb der Luisenhütte (seit 2004 Baudenkmal) und dem Museum für Vor- und Frühgeschichte wimmelt es in Balve von Geschichte.

Jede dieser Sehenswürdigkeiten ist ein Kleinod für sich, jetzt aber gibt es Überlegungen, alle durch das Projekt „Geschichtspark Balve“ miteinander zu verbinden. 

Der „Geschichtspark Balve“ ist ein Netzwerkprojekt, für das ein Balver Verein oder aber die Stadt einen Antrag auf Förderung durch das Programm „Heimat-Zeugnis“ des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung stellen kann. Auch der Märkische Kreis kann sich an dem Projekt beteiligen und ebenfalls Fördermittel beantragen. 

Luisenhütte steht im Mittelpunkt

Bei diesem Großprojekt steht die Luisenhütte im Mittelpunkt, die mit einem neuen Fußweg mit der Balver Höhle verbunden werden soll. Der Rundweg, in den das Schloss Wocklum mit eingebunden wird, wird mit 16 Hinweistafeln einschließlich QR-Codes ausgestattet. Und auch in der Luisenhütte selbst soll viel neue multimediale und digitale Technik installiert werden, um die Geschichte in den authentischen Räumen zeitgemäß erlebbar zu machen. 

Die „Hüttenschänke“, das ehemalige Arbeiterwohnhaus der Luisenhütte, soll der Ort für eine interaktive Übersichtskarte für den „Geschichtspark Balve“ werden. Alle Informationen sollen per Knopfdruck abrufbar sein. 

20 Kurzfilme und QR-Codes

Die Besucher können sich dann über ihr Smartphone die Inhalte der 20 Kurzfilme zur Luisenhütte, die QR-Codes und ein neu zu produzierendes Video anschauen. Spannend wird es, wenn Hüttenknecht, Gießer, Hüttenschreiber oder Konstrukteure inmitten der Hüttenanlage stehen. Moderne Technik macht dies möglich: Verdeckt installierte Monitore spiegeln die Fotos auf transparente Projektionsflächen, und lassen so die Protagonisten lebendig werden. Ergänzend dazu wird in der Platzknechtswohnung ein Film aus der „Sendung mit der Maus“ gezeigt, der den komplexen Arbeitsprozess verständlich erklärt. 

Erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wird das Projekt am kommenden Dienstag, 26. November, in der Sitzung des Kulturausschuss des Märkischen Kreises.

Die Sitzung des Kreis-Kulturausschusses findet am 26. November ab 17 Uhr im Restaurant Zur Höhle in Balve statt.

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