Großes Interesse am Trostwald

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Diakon Gerd Eisenberg und Jakob Graf von Landsberg-Velen beim ökumenischen Gottesdienst am Sonntagnachmittag, mit dem der Trostwald offiziell eingeweiht wurde. 

Balve - Groß war das Interesse in der Bevölkerung am Projekt Trostwald am Schloss Wocklum als alternativer Bestattungsform in der Hönnestadt. Zur offiziellen Eröffnung am Sonntagnachmittag kamen viele Balver und Menschen aus der Region.

Besonders gefragt waren die Führungen. „Ich hatte schon fast damit gerechnet, dass ich bei der ersten Führung allein bleiben würde“, war Heiner Otto, Trostwald-Förster auf dem Burgberg oberhalb vom Schloss Wocklum, überrascht. „Doch dann erwarteten mich 50 Interessierte.“ 

Und das Interesse blieb auch weiterhin groß, sodass am Ende des Tages mehr als 300 Teilnehmer von Heiner Otto und seinem Kollegen Andreas Janson gezählt wurden. Aus dem Märkischen Kreis – viele aus Balve – kamen die Interessierten, aber auch dem Hochsauerlandkreis, Kreis Unna und auch aus Dortmund. 

Die beiden Förster informierten über die Beisetzungsformen in diesem Wald, in dem schon sieben Beerdigungen stattgefunden haben. „Die Grabpflege übernimmt die Natur“, betonten die Trostwald-Förster. Sie wiesen auf den christlichen oder den neutralen Andachtsplatz hin, der vor der Beisetzung genutzt werden kann, und stellten die mit Hackschnitzeln ausgelegten Rundwege vor. 

Einzel-, Partner- und Familienbäume 

Viele Fragen gab es zur Beisetzung in einer Urne als Einzelplatz, als Partnerbaum und als Familienbaum. Broschüren mit weiteren Informationen lagen wegen eines technischen Fehlers in der Druckerei nicht bereit, dafür füllte sich die Liste mit Interessierten, die um weitere Beratung baten. 

Revierförster Heiner Otto führte die Gruppen durch den Wald und informierte dabei über das Projekt Trostwald in Wocklum.

„Es ist schön hier“, war an diesem Nachmittag immer wieder zu hören. Das Umfeld mit Schloss und Reitstadion tat an diesem Sommertag ein Übriges, dass der Waldspaziergang an diesen Ort verlegt wurde. Dass dieses inmitten eines Waldfriedhofes war, störte dabei niemanden: „Auch daran muss man irgendwann mal denken.“ 

So sahen es auch Pfarrerin Antje Kastens und Diakon Gerd Eisenberg in dem abschließenden ökumenischen Gottesdienst am Andachtsort unter Eichenbäumen. Nachdem dort am Freitag die Einsegnung mit etwa 50 geladenen Gästen vorgenommen wurde, war der Anlass dieses Mal ein anderer. Während einige Trostwald-Besucher bis zu diesem Gottesdienst blieben, kamen andere extra deswegen angereist. 

60 Sitzplätze reichen nicht aus 

Die 60 Sitzplätze reichten nicht aus, sodass einige der 130 Gottesdienst-Teilnehmern stehen mussten. „Wer auf Gott vertraut, ist wie ein Baum an Lebensbächen gepflanzt“, zog Pfarrerin Antje Kastens den direkten Vergleich.

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