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70 Jahre alte Karnevals-Tradition: Eine Sache darf nicht fehlen

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Von: Julius Kolossa

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Ihrer Kreativität freien Lauf ließen die Kinder – aber auch ihre Mütter – bei der Auswahl der Kostüme.
Ihrer Kreativität freien Lauf ließen die Kinder – aber auch ihre Mütter – bei der Auswahl der Kostüme. © KOLOSSA

Dass in Mellen eine etwa 70 Jahre alte Tradition weiter aufrechterhalten wird, stimmt alle zufrieden. Der Kinderkarneval, seit den 50er Jahren von der Volksschule in Mellen ausgerichtet, danach von der KFD Mellen und seit vier Jahren von einer Mütterinitiative, begeisterte am Samstag wieder 60 Mädchen und Jungen.

Mellen – Und diese gaben alles bei der Auswahl ihrer Kostümierung, so dass es auf dem Kirchplatz als Treffpunkt von Feuerwehrmännern, Polizisten, Bienen, Prinzessinnen, Einhörnern, Feen, Zauberern wimmelte. Aber auch ein Schnabeltier und ein Pinguin waren darunter.

„Als Kind war ich damals schon dabei, und zwar von Hexe bis zum Cowboy“, erzählte Ramona. Inzwischen ist sie selbst Mutter, aber den Spaß am Verkleiden hat sie beibehalten. „Ist doch ganz eindeutig: Ich bin das Krümelmonster.“ Und ihre Freundin Linda geht als Clown.

In mehreren Gruppen machten sich die Kinder auf den Weg durch das Dorf, um Süßigkeiten zu sammeln.
In mehreren Gruppen machten sich die Kinder auf den Weg durch das Dorf, um Süßigkeiten zu sammeln. © Kolossa, Julius

Immer im Blick haben die Mütter ihre Kinder, die genügend Spielkameraden finden. Und die Kleinsten, unter anderem als Löwe verkleidet, blicken mit großen Augen auf das bunte Gewusel. In sechs Gruppen aufgeteilt machten sich die Kinder auf durch das Dorf, um an den Haustüren die begehrten Süßigkeiten zu sammeln, die von den Müttern im Pfarrheim unter den jungen Jecken gerecht aufgeteilt wurden.

Initiiert wurde all dies zum vierten Mal von Annika Müller-Wulf. Sie hält diesen Kinderkarneval aufrecht und hat dafür weitere Mütter für die Organisation gefunden. „Das Interesse ist nach wie vor groß“, freut sie sich. Im Landmarkt werden zwischendurch Getränke und Berliner gereicht, im Pfarrheim als zentralen Anlaufpunkt unterhielt ein Künstler mit Musik und Geschichten. Und am Ende gab es Süßigkeiten für alle.

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