Großbrand bei Treppenbau-Wortmann

Als die Feuerwehr am Donnerstagmorgen beim Treppenbau-Unternehmen Wortmann eintraft, schlugen die Flammen bereits aus der Dachkonstruktion. Die Wehr hatte den Brand jedoch schnell unter Kontrolle. ▪

GARBECK ▪ Gegen 4.15 Uhr schrillte am Donnerstag der Brandmeldealarm bei Johannes Wortmann. Als der Inhaber des gleichnamigen Treppenbau-Unternehmens am Blintroper Weg in Garbeck nur wenige Minuten später vor seiner Firma eintraf, sah er bereits Flammen im Inneren der Werkshalle wüten.

„Daraufhin habe ich sofort die Feuerwehr alarmiert“, berichtete Wortmann und hat damit wohl Schlimmeres verhindert, wie Kai Gaberle, Pressesprecher der Feuerwehr, ergänzte. „Wäre nur etwas mehr Zeit verstrichen, würde die Halle jetzt mit Sicherheit nicht mehr stehen. Als wir eintrafen, hatten die Flammen bereits auf die Dachkonstruktion übergegriffen.“ Auf einer Länge von schätzungsweise zehn Metern hatte sich das Feuer zu diesem Zeitpunkt bereits ausgebreitet.

Nur unter schwerem Atemschutz konnten die Männer in die Werkshalle vordringen. Als Brandherd lokalisierten sie die Trocknungskabine der Firma. „Den Brand hatten wir schnell unter Kontrolle“, sagte Gaberle. Mit der Drehleiter wurde ein Außenangriff auf das Hallendach unternommen. „Um sämtliche Glutnester zu löschen.“ Insgesamt waren in den frühen Donnerstagmorgenstunden 45 Blauröcke des Löschzugs Garbeck und der Löschgruppe Balve im Einsatz. Des Weiteren wurden das DRK sowie das THW mit Fachberatern und die Stadtwerke zu diesem Großbrand gerufen. Aufgrund der glatten Straßen rückte während des Einsatzes auch der Bauhof zum Unglücksort an, um die Wege für die Helfer zu streuen, ergänzte Gaberle die Reihe der am Einsatz Beteiligten.

Die Brandursache ist noch nicht geklärt. Was letztlich zum Ausbruch des Feuers in der etwa 60 bis 70 Quadratmeter großen Trockenkabine geführt hat, ermittelt derzeit die Kripo. An einen geregelten Arbeitstag war gestern beim Garbecker Treppenbau-Unternehmen nicht zu denken. „Wir haben die Versicherung hier, Brandsachverständige sind da und unsere Mitarbeiter werden befragt“, berichtete Johannes Wortmann. Seine Angestellten schickte er nach der Befragung nach Hause. „Die Produktion haben wir heute nicht aufgenommen“, so Wortmann. Da auch Lacke in der etwa 1000 Quadratmeter großen Halle gelagert wurden, müssen erst noch Tests hinsichtlich giftiger Dämpfe durchgeführt werden. „Die komplette Halle ist in Mitleidenschaft gezogen. Ich rechne mit einem Schaden, der über 200 000 Euro liegt“, so Wortmann. ▪ sr

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