Bagger reißt Reste der Brüterei ein

Großbrand in Balve: 1000 Küken verbrannt - Ursache wohl technischer Defekt

[Update, 15.29 Uhr] Balve - Stadtalarm für die Freiwillige Feuerwehr Balve am Samstagmorgen um 9.45 Uhr. In Beckum brannte ein Geflügelzuchtbetrieb. Obwohl die Wehr schnell in voller Stärke am Einsatzort eintraf, brannte das Gebäude komplett nieder. Für rund 1000 Küken kam jede Hilfe zu spät. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 150.000 Euro.

Hervorgerufen wurde der Brand wohl durch einen technischen Defekt in einer elektrischen Unterverteilung. „Nach ersten Erkenntnissen gehen wir von einem technischen Defekt aus. Die Ermittlungen dauern jedoch an, weil die Brandstelle am Montag noch von einem Brandsachverständigen untersucht wird. Die Ergebnisse werden dann allerdings erst in einigen Tagen vorliegen“, sagte ein Sprecher der Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis am Sonntag.

Als die ersten Wehrmänner auf dem Gelände des Zuchtbetriebs an der Arnsberger Straße eintrafen, brannte das Gebäude unter enormer Rauchentwicklung schon in voller Ausdehnung. Die Rauchsäule war in weiten Teilen der Hönnestadt zu sehen.

Das Feuer wurde von beiden Seiten der Brüterei mit Außenangriffen sowie mit dem Wenderohr der Drehleiter bekämpft. Zudem wurden das angrenzende Gebäude und ein 6000-Liter-Gastank mit einer Riegelstellung geschützt, so dass ein Übergreifen verhindert werden konnte.

Großbrand in Geflügelbetrieb in Balve

Nachdem das Feuer unter Kontrolle und teilweise gelöscht war, begannen die Einsatzkräfte das Dach mit einem Einreißhaken über die Drehleiter einzureißen, um an weitere Brandstellen zu gelangen.

Um bei den Nachlöscharbeiten an alle Glutnester zu gelangen, wurde die Feuerwehr von einem Transportunternehmen aus Balve mit einem Bagger unterstützt. Dieser zog die Trümmerteile auseinander. Gegen 21 Uhr konnte ein Großteil der Einsatzkräfte die Brandstelle verlassen.

Die letzten Aufräumarbeiten wurden anschließend durch die Löschgruppen aus Volkringhausen und Beckum erledigt. Bei den Löscharbeiten erlitt ein Feuerwehrmann der Balver Wehr einen Kreislaufzusammenbruch und musste behandelt werden.

40.000 Liter Wasser im Pendelverkehr transportiert

Die Feuerwehr war zur Bekämpfung des Großbrandes über Stunden mit bis zu 70 Einsatzkräften vor Ort. Dabei wurden die Löschgruppen Mellen, Langenholthausen, Beckum, Volkringhausen und der Löschzug Garbeck durch Kräfte aus der Region unterstützt.

In Beckum im Einsatz waren auch die Feuerwehren aus Neuenrade, Menden und Sundern sowie Arnsberg. Dies vor allem, um über Tanklöschfahrzeuge eine ausreichende Wasserversorgung zu gewährleisten. Über den Tag verteilt wurden 40.000 Liter Wasser in einem Pendelverkehr transportiert.

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