Greenpeace-Fotoshow "Naturwunder der Erde" in Balver Höhle

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Mehrere hundert Besucher kamen in die Balver Höhle, um sich die von Greenpeace veranstaltete Fotoshow von und mit Fotograf Markus Mauthe anzuschauen.

Balve - Markus Mauthe hat als Naturfotograf in 30 Jahren viel erlebt – die Balver Höhle gehörte bis Mittwoch nicht dazu. Dort stellte er in Wort und Bild mit Musik das „Naturwunder Erde“ vor, ein Thema, mit dem er seit vier Jahren auf Tour ist.

400 Mal habe er diesen Vortrag inzwischen gehalten, von der Atmosphäre her aber stelle die Höhle alles in den Schatten. 

„Wow“, staunte er, als er in den mit mehreren hundert Besuchern gefüllten Eingangsbereich schaute. Dicht gedrängt saßen Jung und Alt nebeneinander und teilten sich Sitzunterlagen, weil die versprochenen Bierbänke nicht geliefert worden waren. Teils auf dem Felsboden, teils auf Tischen saßen die Zuhörer, weil die aus dem Schützenheim zur Verfügung gestellten Stühle für die große Zahl an Interessenten nicht ausreichten. Um die Zuhörer unter diesen Bedingungen nicht allzu lange in der kühlen Höhle ausharren zu lassen, verlegte der Referent seinen Vortrag vor und führte diesen ohne Pause durch. 

Markus Mauthe betonte immer wieder die fortschreitende Zerstörung von Lebensräumen durch den Menschen.

„Ich werde alles geben, dass es Ihnen an diesem Abend warm wird“, versprach er, der sich bei allen bedankte, dass der Wunsch eines jeden Vortragenden, ein volles Haus, in Erfüllung gegangen war. „Immer weniger intakte Natur“ In seinen Fotos stellte er die Schönheit unserer Erde dar, „ein wunderschöner, vielfältiger Planet, der immer weniger intakte Natur aufweisen kann.“ Sein Ziel ist es, bei seinen Zuhörern ein Bewusstsein für die Natur zu schaffen. „Besetzen wir Ökothemen positiv, überzeugen wir viele damit“, ist für ihn ein Weg, nachfolgenden Generationen mit nachhaltigeren Lebensmodellen eine Lebensgrundlage zu schaffen. 

Bei all den schönen Fotos von Meereslebewesen, Raubtieren, Vögeln und auch Landschaften wie dem Amazonas und dem Himalaya wies Markus Mauthe aber immer auch auf die weiter fortschreitende Zerstörung von Lebensräumen durch Menschen hin. Die Überfischung der Meere, die Abholzung des Regenwaldes und das vor Australien immer kleiner werdende Great Barrier Reef – das größte Korallenriff der Erde – seien Warnsignale, die nach Meinung des leidenschaftlichen Referenten eigentlich laut genug sein müssten, damit die Menschheit aus ihrem „kollektiven Tiefschlaf“ erwache. 

Solche mahnenden Worte sprach er auch als Greenpeace-Mitglied, ist er doch seit 15 Jahren für diese Organisation tätig. Mit Greenpeace hat Mauthe auch diese Veranstaltungsreihe initiiert, für die er zweieinhalb Jahre lang Fotos zusammen getragen hat. Dass er weder Tiefen noch Höhen dafür scheut, stellte er mit anschaulichen Fotos unter Beweis, die auf der großen Leinwand im Eingangsbereich der Höhle gut zur Geltung kamen. 

„Ein zeitloses Thema“, sagte er zu unserer Zeitung. „Man ist erfreut über die Schönheit, wird aber auch nachdenklich darüber, wie schnell all dies zerbrechen kann.“

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