Grandioser Showabend beim Balver Optimum

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Lorenzo lieferte eine grandiose Show und zeigte in welchem Umfang sich Mensch und Pferd vertrauen können.

Balve - Spannung, Faszination und pure Begeisterung – so lässt sich wohl der Showabend im Rahmen des Balver Optimums zusammenfassen.

 Das Publikum erlebte am Samstag im Springstadion eine Pferdesportnacht der ganz besonderen Art. Jedes Jahr eine neue Show, neue Akteure und dennoch jährlich eine Steigerung. Mit kräftigem Applaus und einem Lächeln auf den Lippen dankte das Balver Publikum den Organisatoren.

 Absoluter Höhepunkt des Abends war der Auftritt von Lorenzo. Der französische Showreiter begeisterte mit einem Programm voller Harmonie und Vertrauen. Schier mühelos und ohne jegliche Hilfsmittel ließ er seine zwölf Vierbeiner durch die Arena tanzen. Stehend auf dem Rücken von zwei Pferden lenkte er die Herde in immer neuen Formationen.

Optimum: Grandioser Showabend

Als er stehend auf zwei Pferden, und jeweils fünf frei laufenden Pferden rechts und links neben sich auf die dicken Baumstämme zusteuerte, hielt das Publikum für einen kurzen Moment den Atem an. Ein Raunen ging durch das Stadion „Der wird doch nicht...?“, murmelten die Leute. Aber er tat es. Mit allen zwölf Pferden sprang er gleichzeitig über den Stamm. Das Publikum tobte vor Begeisterung. Nicht umsonst trägt er den Namen „der fliegende Franzose“. Während er mit zwei anderen Pferden eine anspruchsvolle Choreografie zeigte, warteten die anderen geduldig genau dort, wo Lorenzo sie abgestellt hatte. Keine Spur von Angst oder Stress. Es war eine einzigartige Demonstration von Vertrauen zwischen den Pferden und diesem Reiter.

Ganz anderer Natur, aber nicht weniger begeisternd, war die Shetlandpony-Formel1. Promis aus dem Fernsehen traten gegen Springreiter an. Und manch ein Fahrer staunte nicht schlecht, wie flink die kleinen Pferde werden können. So verzichteten die Promis freiwillig auf ein Stechen, sie mussten den Rausch der Geschwindigkeit erst einmal verdauen - ihnen war offensichtlich ein wenig schlecht geworden.

Voltigieren nahm ebenfalls einen großen Raum ein. Zunächst präsentierten die Altenaer Jolina Ossenberg-Engels und Timo Gerdes ihre Liebesgeschichte zu Pferde, dann zeigte Weltcupsieger Daniel Kaiser mit einigen Freunden und seiner kleinen Tochter sein Können. Ein weiterer Höhepunkt war zudem die Travolta-Show. Voltigieren auf einem starken Mustang – der allerdings nicht vier Hufe, sondern vier Reifen und jede Menge Pferdestärken hat. Mit ihrer Westernshow auf dem Dach des Autos und einer Mischung aus Akrobatik, Breakdance und Voltigieren begeisterte das Showteam aus Leipzig die Balver.

Nach all den rasanten Aktionen tat es beinahe schon gut, einmal durchatmen zu können. Dazu bot das Schaubild der Greifvogelstation Hellental in der Eifel Gelegenheit. Sie ließen ihre Adler frei. Lautlos, schnell und mit einer einzigartigen Anmut präsentierten die Greifvögel ihr Geschick bei der Jagd. Auf den Millimeter genau peilten die Tiere ihr Ziel an.

Von Lydia Schmitz-Machelett

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