„Gotteswort ist Menschwort“

Anregungen und Denkanstöße vermittelte die Diskussion, die Pastor Jürgen Bischoff mit den Anwesenden führte. - Foto: Kolossa

Garbeck -  „Gewalt und Religion“ war das Thema des zweiten Einkehrtages, zu dem jetzt die kfd Garbeck ins Pfarrheim eingeladen hatte. Weil nicht nur Mitglieder teilnehmen konnten, waren unter den 18 Anwesenden nicht nur neue Gesichter, sondern auch zwei Männer. Pastor Jürgen Bischoff betonte in seinem Vortrag: „Die Stellung zur Gewalt ist in allen Religionen zur Gretchenfrage geworden.“

Aktuelle Anlässe lieferten die Ereignisse um den Islamischen Staat und die Salafisten „leider tagtäglich“. Für den Garbecker Pastor spielten sowohl die Auslegung, als auch „die Reformfähigkeit des Korans als Glaubensgrundlage“ eine Rolle. Während es für die Christen ein langer und durchaus schmerzhafter Prozess gewesen sei, bis sich allgemein durchgesetzt habe, dass die Bibel nicht vom Himmel gefallen sei, würde der Koran grundsätzlich als Wort des Propheten gesehen.

„Gotteswort ist Menschenwort“, so der Pastor. In diesem Zusammenhang sei auch die Rede des Papstes vom 12. September 2006 in Regensburg zu sehen, in der dieser davon sprach, dass Glaube und Vernunft zusammen gehörten. Der Islam müsse den Mut haben, sich der Vernunft zu stellen. Viel Kritik gab es seinerzeit für den Heiligen Vater – Kritik, die aber auch zum Nachdenken geführt habe, so der Garbecker Geistliche.

Bei der anschließenden Diskussion wurden die Argumente vertieft. Dabei konnten nicht alle Fragen grundsätzlich geklärt, aber immer wieder neue Anregungen und Denkanstöße vermittelt werden.

Von Julius Kolossa

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