Entscheidung gefallen

Gottesdienste an Weihnachten: Im Pastoralverbund sollen die Gläubigen selbst entscheiden

Pfarrer Andreas Schulte und das Team der Geistlichen im Pastoralverbund Balve-Hönnetal werden auch im Corona-Jahr 2020 Gottesdienste an Weihnachten feiern.
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Pfarrer Andreas Schulte und das Team der Geistlichen im Pastoralverbund Balve-Hönnetal werden auch im Corona-Jahr 2020 Gottesdienste an Weihnachten feiern.

Im Pastoralverbund Balve-Hönnetal dürfen an Weihnachten Gottesdienste gefeiert werden, ansonsten ist man aber auch hier bemüht, die Kontakte coronabedingt zu reduzieren.

Diese Entscheidung teilten am Freitag Pfarrer Andreas Schulte, Leiter des Pastoralverbundes, Verwaltungsleiter Markus Hablowetz, Gemeindereferentin Manuela Cyganek, Gemeindeassistentin Theresa Wagner und Kirchenmusiker Maximilian Wolf in einer Videokonferenz mit.

Damit schließt sich der heimische Pastoralverbund der Empfehlung des Erzbistums Paderborn an, Präsenzgottesdienste an Weihnachten stattfinden zu lassen, während die Evangelische Landeskirche von Westfalen eine Generalabsage empfiehlt.

Keine Messfeiern vor Weihnachten

„Jeder Mensch ist so frei, dass er für sich die richtige Entscheidung treffen kann, die Gottesdienste zu besuchen, oder eben auch nicht“, sagte Schulte. „Wir schließen uns aber auch den allgemeinen Forderungen der Politik an, vor dem Weihnachtsfest die Kontakte zu reduzieren“, so Schulte. Deshalb werden am 22. und 23. Dezember keine Messfeiern stattfinden.

An Heiligenabend und den Weihnachtsfeiertagen werden Hochämter gefeiert, wobei jeder Teilnehmer auf Abstand und Hygiene achten und durchgängig eine Maske tragen muss. Gemeindegesang findet nicht statt, stattdessen wird das Orgelspiel in der St.-Blasius-Kirche und den anderen Gotteshäusern am Heiligen Abend durch Solo-Blasinstrumente oder Sänger unterstützt.

Maximilian Wolf koordiniert die musikalische Gestaltung

Kirchenmusiker Maximilian Wolf koordiniert diese musikalische Gestaltung, sorgt aber auch mit einer von ihm erstellten CD mit Orgel- und Chormusik für eine Hintergrundbeschallung, wenn zwischen den Feiertagen keine Messfeiern stattfinden. Denn, so Pfarrer Schulte: „Auch zwischen den Jahren sind unsere Kirchen geöffnet, sodass hier jeder zur Ruhe kommen, oder sich das Friedenslicht mit einer eigenen Kerze mit nach Hause nehmen kann.“

„Wir wollen die Menschen in ihrer Freiheit unterstützen und ihnen entsprechende Angebote unterbreiten“, umschreibt der Geistliche das, was möglich ist. Dazu gehört auch am Heiligen Abend ein Hüttengottesdienst rund um die St.-Blasius-Kirche von 12 bis 15 Uhr mit acht Stationen, an dem auch Nicht-Balver teilnehmen dürfen und sollen. Die Krippenfeiern in Beckum, Eisborn und Garbeck sind abgesagt worden.

Deutlich weniger Besucher

Die Messfeiern im Pastoralverbund finden in den Kirchen und Schützenhallen statt. „Die Kapazitäten reichen“, sagte Pfarrer Schulte mit Blick auf die Anmeldezahlen. Während sonst beispielsweise 500 Besucher in der St.-Blasius-Kirche an der Christmesse teilnehmen, werden es in diesem Jahr höchstens 100 sein. „Hier und in den anderen Gemeinden gilt: Abstand halten.“

So soll es auch sein bei der ökumenischen Waldweihnacht am Sonntag, 27. Dezember, ab 14.30 Uhr im Trostwald Wocklum. Gemeindereferentin Manuela Cyganek konzipiert diese Waldweihnacht mit: „Wir laden ein, diesen Gottesdienst mitzufeiern in Erinnerung an die Verstorbenen.“ Am selben Sonntag findet noch einmal der Wochen-Ausklang ab 19 Uhr in der St.-Blasius-Kirche statt. Ein Angebot, das seit Beginn der Adventszeit gemacht und jeweils von bis zu 15 Menschen vor Ort sowie weiteren 40 per Livestream verfolgt wird.

Patronatsfest per Livestream

Und noch einmal der 27. Dezember: das Patronatsfest für den heiligen Johannes wird nicht im Altenheim gefeiert, sondern ist Bestandteil des Hochamts ab 10.30 Uhr in der Pfarrkirche. Dieses wird per Livestream ins Altenheim übertragen.

Bei allen Messfeiern sei, so Markus Hablowetz, der Einsatz der Ordnungsdienste, die für die Registrierung und Wahrung der Abstände sorgen, gesichert. Auch zukünftig gebe es genügend Gemeindemitglieder, die sich dieser Aufgabe annehmen werden. Pfarrer Andreas Schulte: „Wir legen Wert auf Sicherheit.“ Darüber hinaus regte er an, zu Hause Andachten zu gestalten. Hinweise dafür gebe es im Gotteslob, aber auch in einem Sonderheft des Erzbistums Paderborn, das in den Kirchen und im Altenheim ausliegt.

Ein Zeichen der Hoffnung am Silvesterabend

Ein Zeichen der Hoffnung und Zuversicht auf ein besseres Jahr 2021 können Interessierte am Silvesterabend ab 19 Uhr mit Kerzen auf dem Platz vor der St.-Blasius-Kirche setzen.

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