Glaswand als Schutz für die Balver Höhle

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Der Eingang zur Balver Höhle könnte nach den Vorstellungen der Schützenbruderschaft und der Stadt mit einer mobilen Glaswand verschlossen werden. ▪

BALVE ▪ Große Pläne hatte der Essener Theater-Architekt Professor Werner Ruhnau 1991 mit der Balver Höhle: Mit einem Millionenaufwand wollte er sie in ein Theater verwandeln, das auch gehobenen Ansprüchen genügen sollte. Mit Fußbodenheizung und Künstlergarderobe, einem Gelände für Spiel- und Freizeitanlagen davor – und mit einer Glasfassade vor dem Eingang zur Höhle.

Ganz so utopisch mutet die Idee, mit der sich die St. Sebastian-Schützenbruderschaft und die Stadt Balve in das Regionale-Projekt „Höhlenland Südwestfalen“ einbringen wollen, zwar nicht an. Dennoch wäre sie geeignet, die Popularität und Beliebtheit der Höhle immens zu steigern. Denn ein Element der fast 20 Jahre alten Ruhnauschen Pläne, die damals aus Kostengründen nicht realisiert worden sind, lebt darin wieder auf: „Es ist geplant, im Höhleneingang eine mobile gläserne Trennwand zu errichten, die bei Veranstaltungen geschlossen werden kann“, verriet Brudermeister Engelbert von Croy am Mittwoch im Gespräch mit dem Süderländer Volksfreund. Diese hydraulisch zu bewegende Wand können auch im Winter geschlossen werden – jedoch nicht, um die Höhle auch in der kalten Jahreszeit vermieten zu können, wie von Croy betont: „Das ist nicht unser Ziel. Die Wand würde aber den Frost abhalten, dessen Auswirkungen auf die Beschaffenheit der Höhle gravierend sind.“ In fast jedem Frühjahr muss die Schützenbruderschaft seit Jahren viel Geld investieren, um durch Frosteinwirkung gelockertes Gestein wieder zu stabilisieren. Das könnte nach Auffassung der Schützen, der Stadt und des mit der Planung befassten Architekturbüros durch die Trennwand vermieden werden. „Die Maßnahme würde die Bestandssicherheit der Höhle erhöhen“, ist sich von Croy sicher.

Ehrenbrudermeister Konrad Betten, der seitens der Bruderschaft mit dem Projekt betraut ist, und Bürgermeister Hubertus Mühling für die Stadt Balve sollen die Idee in der Jahreshauptversammlung der Schützenbruderschaft am Samstag, 22. Januar, ab 19.30 Uhr im Katholischen Jugendheim erläutern. „Entschieden ist noch gar nichts“, betont Engelbert von Croy. Das Projekt „Höhlenland Südwestfalen“, dessen Bestandteil die Balver Idee ist, habe bislang erst einen von drei für die Umsetzung erforderlichen Regionale-Sterne erhalten. ▪ vg

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