Glasfassade für die Balver Höhle angedacht

Architekt Peter Pötter hat eine Zeichnung für eine Glasfassade angefertigt. So könnte die Balver Höhle vielleicht aussehen.

BALVE ▪ In der St. Sebastian-Schützenbruderschaft ist die Planung der Gründung einer Jungschützenkompanie nun beschlossene Sache. Auf Antrag von Berthold Köster, Chef der 2. Kompanie, stimmten 83 der 201 anwesenden Mitglieder am Samstag im Rahmen der Jahreshauptversammlung dem Antrag zu, eine Jungschützengruppe zu gründen.

Ein Arbeitskreis aus Vertretern der vier Kompanien und des Vorstandes soll sich des Gründungsauftrages annehmen.

Die Mitgliederzahlen seien in den vergangenen zehn Jahren rückläufig, so Berthold Köster. Es gebe in Balve aber genügend junge Burschen, die man durch attraktive Jugendarbeit begeistern könne.

Neben dem Schützenwesen ist die Erhaltung der Balver Höhle für die Schützenbruderschaft als Pächter eine große Aufgabe für die Zukunft. „Was aber ist, wenn die Höhle für Veranstaltungen nicht mehr zur Verfügung steht?“, so der Brudermeister. Für diesen Fall haben die Schützen „Plan B“ in der Tasche: Im vergangenen Jahr kaufte die Bruderschaft ein 45 000 Quadratmeter großes Nachbargrundstück. In diesen alten Steinbruch soll demnächst auch die Vogelstange verlegt werden.

Ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung der Balver Höhle könnte der Verschluss durch eine Glasfassade werden. Diese Vision könnte durch die Südwestfalen-Regionale 2013 Wirklichkeit werden. Bürgermeister Hubertus Mühling erläuterte die Regionale 2013 in der Versammlung. Dies sei ein Strukturförderungsprogramm des Landes, mit dem drei Jahre lang eine Region gefördert werde. Derzeit werde das Projekt „Höhlenland Südwestfalen“ entwickelt, in das auch die Balver Höhle integriert sei.

Konrad Betten, Ehrenvorsitzender und Regionale-Beauftragter der Schützenbruderschaft in der Lenkungsgruppe, stellte die Idee vor. In den letzten zehn Jahren seien seitens der Bruderschaft rund 100 000 Euro in die Felssicherung geflossen, die vor allem wegen des großen Eingangs und Temperaturschwankungen und Frost notwendig seien. „Zur Aufwertung der Sicherheit und Kostensenkung muss im Eingangsbereich nach einer Lösung gesucht werden. Der Vorhang ist keine Winterlösung, und den Eingang zuzumauern, ist die allerletzte Option.“

Erste Ideen zur Verglasung des Eingangsbereiches habe es bereits 1957 gegeben. „1992 erfolgte ein Grundriss mit dem Vorschlag einer mobilen Glaswand und einer Überbauung der Hönne“, berichtete Konrad Betten. Basierend auf diesem Wissen habe der Architekt Peter Pötter nun eine Zeichnung für eine Glasfassade angefertigt. Geschätzte Kosten: rund 400 000 Euro. Zur Umsetzung des Projektes sind drei Sterne notwendig. Das Projekt „Höhlenland Südwestfalen“ hat bisher einen Stern erhalten. - Uta Baumeister

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