Ina Scharrenbach in Balve

Geschichtspark-Projekt: Ministerin macht Hoffnung auf Realisierung

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Ministerin Ina Scharrenbach wurde unter anderem von Christoph Rapp, Vorsitzender der Balver Schützen, durch die Höhle geführt.

Balve – Für die Ministerin für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung des Landes NRW, Ina Scharrenbach (CDU), war am Mittwochabend der Besuch der Balver Höhle eine Premiere.

„Hier war ich noch nie“, erklärte sie bei einer Besichtigung. Informationen zu dem Felsendom bekam sie von Bürgermeister Hubertus Mühling (CDU), dem Allgemeinen Vertreter des Bürgermeisters, Michael Bathe, Christoph Rapp als Vorsitzenden der Balver St.-Sebastian-Schützen, die die Höhle betreiben, und Marco Voge (CDU-Landtagsabgeordneter). 

„Wir sind hier in der größten Kulturhöhle in Europa“, sagte Bürgermeister Mühling. Beeindruckt war die Ministerin, die eine Einladung der Balver Delegation zum Schützenfest-Besuch mit nach Düsseldorf nahm, über die Dimensionen der Höhle. 

981.000 Euro an Fördermitteln beantragt

Scharrenbach konnte bei ihrem Besuch in der Hönnestadt Positives verkünden: Die Ministerin machte Hoffnung, dass die beim Land über das Heimatprogramm beantragten Fördermittel in Höhe von 981 000 Euro zur Realisierung des touristischen Großprojektes Geschichtspark bewilligt werden könnten. Bekanntlich soll von der Balver Höhle zur Luisenhütte, dem Museum für Vor- und Frühgeschichte und dem Schloss Wocklum ein Rundweg mit insgesamt 18 Stationen entstehen, der diese und weitere Attraktionen der Hönnestadt miteinander verbindet. Zudem sollen diese Ankerpunkte durch mediale und bauliche Investitionen aufgewertet werden

Antragsteller ist der Förderverein für die Luisenhütte in Absprache mit dem Märkischen Kreis und der Stadt Balve. „Der Antrag liegt seit Anfang September bei der Bezirksregierung vor“, so Bürgermeister Mühling. Nach der Prüfung in Arnsberg geht das Geschichtspark-Projekt dann zu einer Jury, die über die Bewilligung der Fördersumme entscheidet. In dieser sitzt auch Ministerin Ina Scharrenbach das entscheidende Wort. „Balve ist gut vorbereitet mit seinen Anträgen“, wusste sie aus der Erfahrung mit dem „Heimatjahr 2020“, für das sie im vergangenen Jahr den Förderbescheid in Höhe von 25 000 Euro überreicht hatte. Und auch das, was ihr für den „Geschichtspark“ bislang präsentiert wurde, beeindrucktesie: „Das erleichtert die Prüfung.“ 

Prüfung kann bis zu neun Monate dauern

Viele Anträge gelte es zu prüfen, berichtete Scharrenbach im Gespräch mit der Redaktion. Viele Städte und Kommunen beteiligten sich an diesem Förderprogramm, mit dem Projekte ab 100 000 Euro gefördert werden. Zur bisher eingereichten Anzahl konnte sie auf Anfrage keine genauen Angaben machen, nur so viel: „Die Anträge werden immer hochvolumiger.“ 

Je besser die Qualität der eingereichten Anträge, desto schneller falle dann die Entscheidung. Und dafür könnten von drei Wochen bis neun Monaten erforderlich sein. Wie lange der „Geschichtspark Balve“ in Anspruch nehmen werde, das ließ sie offen. 

Schützen wollen Heim zu Begegnungszentrum ausbauen

Christoph Rapp händigte der gut gelaunten Ministerin den von der Schützenbruderschaft zusammengestellten Antrag über Um- und Anbau des Schützenheims zu einem Begegnungszentrum aus. Etwa 500 000 Euro werden dafür veranschlagt. „Das sehe ich mir an“, bestätigte Ina Scharrenbach den Eingang der umfangreichen Ausarbeitung, in der dieses Projekt mit Fotos und Skizzen erläutert wurde.

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