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Geschichtspark Balve: Arbeiten sollen 2022 beginnen

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Von: Julius Kolossa

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Über den Stand des Geschichtspark-Projekts informierte Bürgermeister Hubertus Mühling im Rahmen der Sitzung des Fördervereins Luisenhütte.
Über den Stand des Geschichtspark-Projekts informierte Bürgermeister Hubertus Mühling im Rahmen der Sitzung des Fördervereins Luisenhütte. © Kolossa, Julius

Im nächsten Jahr soll mit den Arbeiten zum Geschichtspark Balve begonnen werden. Mit diesem Großprojekt sollen die Sehenswürdigkeiten der Hönnestadt erlebbarer und touristisch aufgewertet werden.

„Das Geld liegt zum Abruf bereit“, sagte Bürgermeister Hubertus Mühling (CDU) jetzt im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Fördervereins Luisenhütte.

Der Förderverein hatte für das Geschichtspark-Projekt erfolgreich einen Förderantrag gestellt. Heimatministerin Ina Scharrenbach (CDU) hatte den Förderbescheid über 890 600 Euro im März persönlich in der Balver Höhle übergeben. Die Höhle, die momentan abseits von Veranstaltungen noch mit einem Bretterzaun versperrt ist, und die Luisenhütte sollen natürlich Teil des Geschichtsparks und deshalb auch touristisch weiter aufgewertet werden. Aber unter anderem auch das städtische Museum für Vor- und Frühgeschichte, das Schloss Wocklum und der Burgberg sollen zur Geschichtspark-Fläche gehören. Ein Rundweg soll alle Attraktionen miteinander verbinden.

90 Prozent der Kosten trägt das Land

Die Gesamtkosten belaufen sich auf 981 000 Euro. 90 Prozent dieser Summe trägt das Land. „Der verbleibende Eigenanteil in Höhe von rund 90 000 Euro wird unter dem Märkischen Kreis und der Stadt Balve aufgeteilt. Auf den Förderverein kommt keine finanzielle Belastung zu“, sagte Mühling.

Per Knopfdruck Informationen abrufen: Im Eingangsbereich der Luisenhütte erwartet die Besucher eine interaktive Karte zum Gesamtprojekt „Geschichtspark Balve“.
Die Luisenhütte soll im Rahmen des Geschichtspark-Projekts digital aufgewertet werden. © Steiner/Steiner-Architektur-GmbH

Gut angelegt werde das Geld in fünf Bausteinen. Zunächst mit dem Bau eines neuen Kassenhauses am Eingang der Höhle. Auch eine digitale Informationssäule wird dort ihren Platz finden. Mit dieser soll der Felsendom Besuchern auch außerhalb der Öffnungszeiten nähergebracht werden. „Baustein zwei ist ein besserer Fußweg zur Luisenhütte entlang der Kläranlage und der Wocklumer Allee“, zählte Mühling weiter auf. „Dann folgen die digitale Aufwertung der Luisenhütte und auch unseres städtischen Museums.“

Museum erhält neues Ausstellungskonzept

Während die früheren Arbeitsabläufe in der „Hütte“ als Industriedenkmal anschaulich mit Filmen, Projektionen und Schautafelnd erläutert werden sollen, erhält das Museum ein neues Ausstellungskonzept. „Alles wird digitaler und lebhafter.“ Danach geht es mit dem fünften Baustein weiter, der einen Rundweg bis zum Schloss und Burgberg beinhaltet. „Unterwegs informieren sogenannte Geschichtspunkte mit QR-Codes über die vielen geschichtsträchtigen Orte in unserer Stadt.“

Bis Mitte 2023 muss das Projekt laut Landesvorgabe umgesetzt sein. Ein großer Teil werde bereits im Jahr 2022 realisiert, zeigte sich Stephan Sensen, Leiter der Museen im Märkischen Kreis, zu denen auch die Luisenhütte gehört, optimistisch. „Corona hemmt die Umsetzung allerdings“, fügte Balves Stadtoberhaupt hinzu. „Aber es befindet sich schon viel für den Geschichtspark in der Vorbereitung.“ Eventuell könne eine Projekt-Verlängerung wegen der coronabedingten Ausfälle infrage kommen.

Hohe Erwartungen in das Projekt

Viel versprechen sich der Förderverein, der Bürgermeister und der Museumsleiter von diesem Geschichtspark, dem Ministerin Scharrenbach bei der Fördermittelübergabe bestätigte: „Hiermit wird gefördert, was die Menschen verbindet.“ Für den Vereinsvorsitzenden Jakob Graf von Landsberg-Velen steht fest: „Es werden danach mehr Menschen den Weg zur Luisenhütte finden.“

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