Balver steht vor Gericht

Rechts überholt und dann ausgebremst: Wer war der Verkehrsrowdy?

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Balve - Hatte ein Autofahrer aus Balve einen anderen Wagen bis zum Stillstand ausgebremst, oder war es ein Bruder des Mannes? Dieser Frage geht der Richter im Amtsgericht Unna derzeit nach.

Dort musste sich der Balver wegen Nötigung verantworten. Der 30-Jährige soll am Morgen des 27. Juli 2017 auf der Bundesstraße 1 in Höhe Holzwickede auf der linken Fahrspur bei etwa Tempo 115 sehr dicht auf seinen Vordermann aufgefahren sein.

Mutmaßlich weil der ihn nicht vorbeigelassen hatte, soll der Balver kurzerhand auf die rechte Fahrbahn gewechselt sein und den anderen überholt haben. Dann soll der Angeklagte knapp vor diesem wieder nach links eingeschert sein und bis zum Stillstand abgebremst haben.

Zur Tatzeit an Krücken?

Folge: Der Hintermann soll ebenfalls stark abgebremst haben. Der Angeklagte soll das laut Vorwurf gemacht haben, um den anderen Fahrer zu disziplinieren. Im Gericht übernahm der Verteidiger des Balvers das Reden. „Er hat das Fahrzeug zu dieser Zeit nicht geführt“, erklärte der Anwalt.

Der Angeklagte lebe mit seinen zwei Brüdern zusammen. Diese dürften den Wagen auch nutzen. Zur Tatzeit habe sein Mandant zudem gerade eine Operation hinter sich gehabt und an Krücken gehen müssen. 

Zur Untermauerung seiner Erklärung legte der Verteidiger dem Gericht einen Operationsbericht vor. Ein Urteil war somit zunächst nicht möglich. Stattdessen setzte der Richter die Verhandlung aus. Bei einem neuen Termin sollen die Brüder des Balvers als Zeugen gehört werden.

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