Gerhard Schwartpaul siegt mit dem 96. Schuss

Schützenkönige Gerhard Schwartpaul nimmt die Glückwünsche seines Vaters entgegen. ▪

LANGENHOLTHAUSEN ▪ „Oh-la-la, wir haben einen König“, besangen die Schützen der St. Johannes-Schützenbruderschaft Langenholthausen am Montag um 10.14 Uhr ihren frisch gebackenen Regenten. Gerhard Schwartpaul sicherte sich in rekordverdächtiger Zeit die Königswürde.

Kaum hatten sich die Schützen und Zuschauer gegen 9.30 Uhr unter der Vogelstange an der Schützenhalle die besten Plätze mit uneingeschränkter Sicht auf das Geschehen gesichert, da konnten sie bereits zum ersten Mal jubeln. Achim Wachauf sicherte sich die Krone des hölzernen Aars. Nur kurze Zeit später reihten sich auch Christoph Lazer und Pastor Andreas Schulte in die Reihe der Insignien-Schützen ein – sicherten sie sich doch das Zepter sowie den Apfel.

 

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Schützenfest in Langenholthausen

Fortan lichteten sich die Reihen am Schießstand zusehends. Übrig blieb ein dreiköpfiger Kern von Königsanwärtern: Gerhard, Klaus und Günther Schwartpaul waren es, die im Wechsel auf das hölzerne Federvieh anlegten. Gegen 10 Uhr ging ein lautes Raunen durch die Zuschauerreihen, als der komplette linke Flügel des Königsvogels durch eine Kugel getroffen vom Rumpf abgetrennt wurde und als imposantes Stück zu Boden fiel.

Doch musste sich das Schützenvolk noch bis 10.14 Uhr gedulden, bis der neue Regent feststand. Gerhard Schwartpaul holte mit dem finalen 96. Schuss den großen Rest des Schützenvogels von der Stange. Unter lautstarkem Jubel feierten die Grünröcke ihren neuen Regenten – viele wollten den frisch gebackenen König umarmen und ihm auf die Schultern klopfen. Mit zu den ersten Gratulanten gehörte auch Schwartpauls Ehefrau Claudia, die künftige Schützenkönigin der St. Johannes-Schützenbruderschaft.

Während die Schützen bei der anschließenden Königsproklamation ihren neuen König hochleben ließen, sicherte sich  – wie üblich – das junge Schützenvolk die hölzernen Reststücke des einstig prächtigen Königstieres aus Fichtenholz. Vogelbauer Hubertus Schäfer und sein Stammtisch „Watzmann“ zeichneten im Übrigen in diesem Jahr für den Vogelbau verantwortlich.

Mit der Königswürde erfüllt sich Gerhard Schwartpaul zugleich einen Geburtstagswunsch, feierte der Schützenkönig doch erst vor ein paar Tagen seinen 50. Geburtstag. Zudem ist er Vorsitzender des MGV Eintracht, die ebenfalls in diesem Jahr einen runden Geburtstag begehen konnten. Im 90. Bestehensjahr der Sangesgemeinschaft haben die Mitglieder seit gestern somit noch einen weiteren Grund zum Jubeln. Mit jeder Menge Beifall und Begeisterungsrufe ließ sich das Schützenkönigspaar aber erstmal am Montagnachmittag von den Langenholthausenern feiern, die den Straßenrand währen des Festumzugs säumten. ▪ sr

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