Gerhard Frankowski von Balver Rettungswache verabschiedet

Gerhard Frankowski (rechts) wurde als Leiter der Balver Rettungswache von Landrat Thomas Gemke (Mitte) verabschiedet. Rupert Heidsick wird die Wache nun leiten. ▪

BALVE ▪ Wenn Gerhard Frankowski nun in schnellen Autos unterwegs ist, dann ohne Blaulicht. Denn am Freitag ist der Balver, der morgen seinen 65. Geburtstag feiert, von Landrat Thomas Gemke als Leiter der Rettungswache Balve in den Ruhestand verabschiedet worden.

41 Jahre lang gehörte Gerhard Frankowski fest zur Rettungswache. Gemke erinnerte an die Laufbahn des „Balver Urgesteins“. Im September hatte er seinen Dienst angetreten, 1981 die Leitung der Wache übernommen. In dieser Zeit habe er manchen Wandel miterlebt: den Fortschritt von Technik und medizinischen Standarts, die Übernahme der Rettungswache durch den Kreis und ihr Umbau im Jahr 2005. „Für uns als Märkischer Kreis war das Wichtigste: Auf Sie ist Verlass“, lobte der Landrat.

Für den neuen Lebensabschnitt wünschten Frankowski neben dem Landrat viele Weggefährten alles Gute: die Kollegen der Wache, des Krankenhauses, der Kreisverwaltung und anderer Rettungswachen. Beispielsweise überreichte Guido Thal, Betriebsleiter des Rettungsdienstes, Frankowski ob seiner Leidenschaft für schnelle Autos einen Gutschein für eine Fahrt in einem Rennwagen auf dem Nürburgring.

Frankowski betonte: „Ich habe immer gerne gearbeitet“. Heute genauso wie damals, als die Rettungswache noch im Feuerwehrhaus untergebracht war und VW Bullis als Einsatzwagen fungierten. An viele Einsätze mit kuriosen und schönen Erlebnissen kann er sich gut erinnern, aber auch an die schlimmen: „Schwierig ist es immer dann, wenn Kinder beteiligt sind. Das muss man erst mal verdauen.“ Aber seit Gurtpflicht und durch moderne Autos seien schlimme Unfälle mit schwersten Verletzungen zum Glück selten geworden. Ein weiteres schönes Ereignis: Bei der Arbeit lernte er OP-Schwester Cecilia kennen, seine Frau.

„Wenn der eine geht, muss auch die Nachfolge ordentlich geregelt sein“, sagte Thomas Gemke. „Jeder ist ersetzbar – so muss das im Leben sein.“ Er stellte Rupert Heidsick als neuen Wachleiter vor. Der 44-jährige Garbecker ist seit 23 Jahren Rettungsassistent in Balve. Gemke ist überzeugt: „Die Balver können sich weiterhin auf ihre Rettungswache verlassen.“ Im November bekommt der Rettungsdienst Verstärkung von einem Kollegen aus Meinerzhagen. Zwölf Rettungsassistenten sind dann in Balve im Einsatz. ▪ acn

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